Alternative für Frauen?

Alternative für Frauen?

Frauke Petry, Bundesparteitag der AfD, Juli 2014Urheber/in: Olaf Kosinsky/Skillshare.eu. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Alternative für Frauen?

Rollen, Netzwerke, geschlechterpolitische Positionen in der Alternative für Deutschland (AfD)

Gegründet in der ersten Jahreshälfte 2013, ist die Alternative für Deutschland (AfD) ein junges Parteiprojekt und hat bereits eine wilde Geschichte vorzuweisen. Programmatisch begann die Partei als euroskeptische Formation. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich jedoch immer stärker das rechtspopulistische Potenzial heraus, das im Laufe der Landtagswahlen 2014 deutlich sichtbar wurde. Das Personal der Partei hat sich letztlich durch die Gründung der Alfa (Allianz für Fortschritt und Aufbruch, 2015) verändert, jedoch bleiben die zugrundeliegenden Netzwerke recht stabil. Dennoch handelt es sich bei der AfD um eine junge, heterogene «Partei im Werden». Ihre Beschreibungen müssen mit Vorsicht und als Momentaufnahme genossen werden, da sie sich rasch verändern kann.

Dies vorausgeschickt, wollen wir im Folgenden einen Blick auf die Rolle von Frauen in der AfD werfen. Wir wissen ganz allgemein, dass Frauen in politischen Parteien stark unterrepräsentiert sind. Das betrifft die konservativen und liberalen Parteien noch mehr als die Parteien links der politischen Mitte. Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen weisen eine noch geringere Repräsentanz von Frauen auf. Gleichwohl verfügen sie oftmals über entsprechende Netzwerke und Unterorganisationen. Gerade angesichts der Tatsache, dass die AfD in Gestalt von Frauke Petry und Beatrix von Storch durch prominente Frauen repräsentiert wird, lohnt es sich, nach der Unterstützung der AfD durch Frauen zu fragen: Wie sind Frauen in der Partei repräsentiert? Welche weiblichen Netzwerke bestehen? Und wie reflektiert die Partei das Geschlecht ihrer Mitgliedschaft? Darüber hinaus sollen auch die geschlechterpolitischen Positionierungen der Partei nicht unerwähnt bleiben, da wir davon ausgehen, dass diese sowohl die Position von Frauen in einer Partei als auch die generelle Erreichbarkeit von Wählerinnen
beeinflussen.

Wir werden erstens eine kurze Bestandsaufnahme der Parteientwicklung vornehmen, dann die Frauenanteile unter Mitgliedschaft, Abgeordneten, SympathisantInnen- und Wählerschaft betrachten und anschließend geschlechterpolitische Positionen der Partei in den Blick nehmen. In einem Fazit werden wir diese Betrachtungen in einer abschließenden Bewertung zusammenführen.

Der Text findet sich hier als Download.
Alternative für Frauen? Rollen, Netzwerke, geschlechterpolitische Positionen in der Alternative für Deutschland (AfD)

 

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