Weisse Wölfe

Weisse Wölfe

Urheber/in: Corretiv. All rights reserved.

Die Stadt Dortmund tief im Ruhrgebiet hat eine der vitalsten Neonazi-Szenen Deutschlands. Gewalttäter haben hier Familien aus ihren Häusern vertrieben. Sie haben im Laufe der Jahre mehrere Menschen umgebracht. Heute ziehen sie mit Fackeln vor Flüchtlingsheime und schicken Journalisten Todesanzeigen. In der grafischen Reportage „WEISSE WÖLFE“ enthüllen Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt ihre Ideologie. Und zeigen: Es sind regionale Gruppierungen wie jene in Dortmund, die Anschläge nach Art des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) erst möglich machen.

Urheber/in: Correctiv. All rights reserved.

Warum fahren Nazis aus Sachsen ausgerechnet nach Dortmund, um dort einen Türken zu ermorden? Auf der Suche nach einer Antwort hat Autor David Schraven zusammen mit dem Zeichner Jan Feindt eine grafische Reportage entwickelt. Anhand der Biographie eines Dortmunder Jugendlichen, der immer tiefer in eine Welt aus Hass und Rassenwahn abtaucht, deckt WEISSE WÖLFE die internationalen Verflechtungen rechtsradikaler Terrorgruppen auf.

Urheber/in: Correctiv. All rights reserved.

    Wir glauben, man begreift erst vor den Bildern stehend richtig, dass die beschriebenen Handlungen in der grafischen Reportage Realität sind und nicht frei erfunden.

David Schraven, Autor von Weisse Wölfe

Mit der Ausstellung ausgewählter Motive aus dem Buch „Weisse Wölfe“ sollen die Hintergründe von rechtsradikalen Anschlägen in Dortmund und anderen Regionen Deutschlands erhellt werden. Sie besticht als eine begehbare Reportage über den Neonazi-Terror; eine Erfahrung, die anders, vielleicht auch intensiver wirkt als die Erfahrung einer durchgeschriebenen Geschichte.

Urheber/in: Tina Hölzel. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Verschiedene Erzähl- und Darstellungsebenen werden zueinander räumlich in Beziehung gesetzt, schaffen so ein Erlebnis zwischen Unmittelbarkeit und Abstraktion, Nähe und Distanz. Besucherinnen und Besucher können selber entscheiden, in welchem Tempo und in welcher Reihenfolge sie die Erzählung von Autor David Schraven und Zeichner Jan Feindt erkunden. Es entstehen einzigartige Verknüpfungen, Begegnungen und Reflektionsmomente, die einen Diskurs fern ab tradierter Wege eröffnen.

Informationen zur Ausleihe

Die Ausstellung besteht aus 37 Tafeln und ist eine Auswahl der Original-Ausstellung des Correctiv.org. Sie steht ab 20. Juni 2017 zur Ausleihe durch Weiterdenken -- Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen zur Verfügung. Für Anfragen zur Ausleihe und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an info@weiterdenken.de

Hier können Sie die 34 Tafeln der Ausstellung anschauen.

Technische Daten

  • Die 34 Tafeln sind aus einem sehr leichten Forex-Material und werden mit Haken geliefert.
  • Zur Befestigung sind z.B. durchsichtigen Nylonfaden für eine Deckenhängung oder an vorhandenem Wand-Hängesystem bzw. Aufstellern geeignet.
  • Die Größen sind:
    27 Stück à 80*111 cm
    3 Stück à 60*85cm
    2 Stück à 110*155cm
    1 Stück à 100*140cm
  • Die Ausleih-Gebühr richtet sich gemäß Solidaritätsprinzip nach den finanziellen Möglichkeiten der Entleihenden (ca. 35 - 100 EUR je Woche).

Transport

  • Die Tafeln sind in Taschen verpackt.
  • Die Ausstellung kann bei Weiterdenken in Dresden abgeholt werden. Ein Versand ist auf Kosten der Entleihenden möglich.
  • Der Versand erfolgt jeweils von der letzten Ausstellerin zur nächsten bzw. durch Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.

 

Der Comic „Weisse Wölfe“ ist kostenfrei online lesbar und als Buch für 15€ im Online-Shop von CORRECT!V erwerbbar.
Weiterdenken hat die Ausstellung vom 16. Mai bis 16. Juni 2017 in der Kunsthalle im Kraftwerk Mitte (Kraftwerk Mitte 7, Heizzentrale) gezeigt.

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