«Ordnung und Unordnung (in) der Demokratie»

«Ordnung und Unordnung (in) der Demokratie»

«Ordnung und Unordnung (in) der Demokratie»
01. Mär. 2014
Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen, Kulturbüro Sachsen e.V
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Veröffentlichungsort: Dresden
Veröffentlichungsdatum: 2011
Lizenz: CC-BY 3.0

Die Tagung im Januar 2011 mit dem Titel «Ordnung und Unordnung (in) der Demokratie» und die hier vorliegende erweiterte Dokumentation gaben uns die Gelegenheit, die 2010 aufgeworfenen Frage «Gibt es Extremismus?» zu vertiefen, zu erweitern und zu aktualisieren.
Die Extremismusformel soll die bestehende politische Ordnung stabilisieren und konservieren. Demnach ist die Auseinandersetzung mit der Extremismusformel auch immer eine, die das Verhältnis von Ordnung und Demokratie betrifft: Welche Ordnung schafft Demokratie, welche Ordnung braucht Demokratie? Wie viel «unordnende» bzw. Ordnung in Frage stellende Kritik verträgt die Freiheitlich Demokratische Grundordnung? Beim Versuch der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen trafen wir immer wieder auf die Bedeutung von Inklusions- und Exklusionsprozessen, die durch die ordnende Funktion der Demokratie reproduziert werden. Entgegen dem Demokratieverständnis der Verfechter_innen des Extremismusansatz, kann Demokratie auch als ein notwendig unfertiges Projekt verstanden werden, dessen Perspektive nicht allein in der Ordnung, sondern vielmehr im Änderbaren, Vorläufigen, in der Inklusion und immer größeren Ausdehnung, kurz: im Versprechen aufgeht. Aus diesem Grund wurden auf der Tagung «Ordnung und Unordnung (in) der Demokratie» die ordnenden und exklusiven Dimensionen, wie auch die öffnenden, wandelbaren und inklusiven Dimensionen der Demokratie zum zentralen Thema gemacht.

Inhaltsverzeichnis:

Stefan Schönfelder Ordnung und Unordnung(in) der Demokratie
Julia Schulze Wessel Die Ordnung und die Anderen. Über Migrantinnen und Migranten und die Grenzen der Demokratie
Silja Klepp Asyl an der Grenze: EU-Grenzschutz auf See und die Frontex-Mission Nautilus II
Michael Nattke Schwarze B(l)öcke - «Linksextremismus» als Konstrukt eines ordnungspolitischen Demokratieverständnisses
Frank Schubert Von der FDGO zum Gleichheitsdogma - Kategorien des «Linksextremismus»
Andrea Hübler «Linksextremismus» - eine wachsende Gefahr?
Stefan Kausch Ohne Ordnung? Demokratische Perspektiven als Gesellschaftsveränderung
Elena Buck Den Konflikt aushalten. Radikale Demokratie und vorübergehende Ordnungen
Anne Mehrer Politische Bildung als Bildung zurKritik. Impulse von Peter Mayo und Paolo Freire
Grit Hanneforth Sächsische Demokratie oder: Wer darf mitmachen?
Christian Avenarius Verpflichtungserklärung und Extremismusklausel: Wieviel Ordnung braucht die Demokratie?
Doris Liebscher Wieviel Demokratie verträgt die fdGO?

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