Verdrängte Perspektiven

Verdrängte Perspektiven

Bis heute führen gesellschaftliche Ressentiments gegenüber Roma und Sinti zu Ausgrenzung und Diskriminierung. Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Antiromaismus und der Aufarbeitung des Völkermords an ihnen, ist bisher nicht erfolgt. Mit unterschiedlichen Perspektiven und Erzählsträngen involviert das Audio-Feature, klärt auf und regt an neue Wege der Auseinandersetzung einzuschlagen.
Der Aspekt der Spurensuche nach der eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus wird unter anderem durch den Protagonisten Robert Richter beleuchtet. Er steht als Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Seine Großmutter Barbara Richterrova war u.a. im Konzentrationslager Lety inhaftiert und überlebte das KZ Auschwitz-Birkenau. Als Enkel hat sich Robert Richter stark mit seiner Familiengeschichte auseinandergesetzt und nachgeforscht. Eine erweiterte Perspektive auf die Verfolgung und Vernichtung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus wird durch Erfahrungsberichte von weiteren ZeitzeugInnen
gegeben. Die Aufarbeitung des Widerstands und die Darstellung des Aufbegehrens gegen den Nationalsozialismus und die Verfolgung nimmt hierbei eine Sonderstellung ein. Insbesondere der Widerstand in den verschiedenen Ländern Europas und die Geschehnisse des 16. Mai 1944 sollen aufgezeigt werden. Der Bogen zur aktuellen Situation wird durch die Alltagserlebnisse von Robert Richter geschlossen.

Zugleich werden wichtige Institutionen und Selbstorganisationen von Sinti und Roma vorgestellt, die sich in der Gegenwart gegen Antiromaismus und für Selfempowerment engagieren.

 

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