RomaRespekt

RomaRespekt - Lokalrecherchen & Empowerment arbeitet mit und in Solidarität mit Rom_nja und Sint_ezze gegen den Antiromaismus der Mehrheitsgesellschaft und unterstützt ihre Selbstorganisierung in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Mittelpunkt unserer Arbeit ist die historisch-politische (außer)-schulische Jugendarbeit zu Rassismus. Das Projekt ist Teil gesellschaftlicher Vielfalt und setzt starke (Eigen-)Bilder gegen rassistische Stereotype. Durch Forschung, politische Bildung und das Radio RomaRespekt werden historisches und gegenwärtiges Wissen, Meinungen und Haltungen zu Vergangenheit und Gegenwart hörbar gemacht. Rom_nja und Sint_ezze arbeiten im Projekt als selbstbestimmte und aktive Individuen, mit ihren Entwürfen und Selbstbildern durchbrechen sie stereotype Opferzuschreibungen. Die historischen Recherchen dienen der politischen Bildung und führen zu Sensibilisierung und einem egalitären Miteinander.

Unser Handeln im Projekt RomaRespekt - Lokalrecherchen & Empowerment verfolgt die Leitlinien des Empowerments, Vernetzens, Forschens, Erinnerns und Multiplizierens.

Projektbeschreibung

Was ist Antiromaismus?

Es braucht eine Definition – aber da dürfen wir nicht stehenbleiben. Was ist dieser Rassismus gegenüber Sint*ezze und Rom*nja und wie markieren und bezeichnen wir ihn?

Vorträge von RomaRespekt

RomaRespekt bietet Vorträge/Seminare und Workshops zu verschiedenen Themen an, die Sie/die Ihr direkt für Ihre/ Eure Stadt bestellen können/könnt. Alle Infos hier.

Radio RomaRespekt

In Radio RomaRespekt sprechen Rom_nja und Sint_ezze als Expert_innen ihrer Interessen, ihrer Kämpfen und ihrer Leben sowie solidarische Personen, die ihre Kämpfe unterstützen.

Radio RomaRespekt sendet gegen das überkommene antiromaistische Stereotyp.

Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege

Der Sammelband "Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege" versammelt Aufsätze von Autor_innen aus Aktivismus und Selbstorganisierung, Wissen­schaftler_innen, politische Bildner_innen, Künstler_innen, Community-­Arbeiter_innen und politische Kämpfer_innen. Es ist ein Kompendium, das ausgehend vom so gut wie nicht beschriebenen weißen Papier der Geschichte der Rom_nja und deren Verfolgung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien (in deutscher Sprache) einen Ausgangspunkt setzen möchte. Wir haben uns auf die Suche begeben und Autor_innen gewinnen können, die uns in ihre wissenschaftliche Arbeit, ihren Aktivismus oder ihre Lebensrealitäten Einblick geben. Die lokalen Beiträge haben wir mit Stimmen überregionaler Autor_innen erweitert, um ein breiteres Bild von Rom_nja-Aktivismus aufzuzeigen.

Bettellobby Dresden

Wir brauchen eine humanistische und soziale Stadt Dresden, jenseits von Ressentiments, Verboten gegen Andere und Arme. Wir wollen die Armut bekämpfen und eben nicht die Armen.

Gza hem dik // Geh und Sieh

Das Film- und Veranstaltungprogramm ist Anlaufpunkt und Wissenquelle für  ein interessiertes Publikum. Rom*nja und Sint*ezze als Expert_innen in Kunst, Historie, sozialen Kämpfen und im Überleben. Die Reihe ist ein Beitrag gegen überkommene antiromaistische Stereotype.

Film Romano Sumnal

(Leonore Kasper, Deutsch / Romanes / Serbisch, 11:14 Min.)

ein Film von Didi, Jashko, Rikardo, Ferida, Elita, Melissa, Julia, Stefan, Nicola

ROMANO SUMNAL ist ein Portrait Leipziger Jugendlicher aus der Roma-Community. Sie sprechen über ihr Leben und ihre Zukunft. Aber auch über das Wie Weiter und die eigene Sicherheit in Zeiten von Abschiebungen. Alle sind sie bei Romano Sumnal -Verein für Roma in Sachsen aktiv.

Urbane Studien - Seminar im SoSe 2017 an der TU Dresden

Antirassistische Methoden in der Bildungsarbeit
Mittelpunkt des Seminars ist die historisch-politische (außer)-schulische Jugendarbeit zu Rassismus. Im Seminar werden politische Bildung, istorisches und gegenwärtiges Wissen, Forschung und Diskurse zur Vergangenheit und Gegenwart von Rassismus/Antiromaismus und Antisemistismus untersucht und diskutiert.

Antirassistische Bildung - Seminar im WS 2016/17 an der TU Dresden

Das Seminar untersucht Rassismus mit dem Fokus auf Antiromaismus.  Dabei wird die Frage nach den Besonderheiten der Diskriminierung gegenüber Rom_nja und Sin_ezze untersucht. Mittelpunkt des Seminars ist die historisch-politische (außer)-schulische Jugendarbeit zu Rassismus. Im Seminar werden politische Bildung, historisches und gegenwärtiges Wissen, Forschung und Diskurse zu Vergangenheit und Gegenwart des Antiromaismus untersucht und diskutiert.

Texte & Artikel RomaRespekt

Im Projekt RomaRespekt entstehen Texte und Artikel zum Thema
Antiromaismus und Empowerment.
Einige der Veröffentlichungen sind hier zu finden.

Antiromaismus: Antisemitismus: Antimuslimismus – Reiseworkshop im deutsch-tschechischen Grenzraum

Die zahlreichen rassistischen Angriffe und oftmals hasserfüllten Diskussionen im Zusammenhang mit der Ankunft von Geflüchteten zeigen, dass momentan insbesondere Muslime von Rassismus betroffen sind. Diese Form des Rassismus ist für Sachsen und Tschechien aus unterschiedlichen Gründen relativ neu. Dennoch knüpft er an andere Formen und Strukturen
von Rassismus, insbesondere Antisemitismus, an. Traditionell spielt in Tschechien auch der Antiromaismus eine große Rolle – nur scheinbar erhalten Rom_nja nun eine Verschnaufpause diesbezüglich, weil sich der Hass auf Muslime fokussiert. In Deutschland wiederum spielt der Antiromaismus eine ähnliche Rolle, dies wird aber kaum gesellschaftlich reflektiert. 

Versierte Expert_innen gaben einen Einstieg in das Thema Antiromaismus, zusammen näherten wir uns der (lokalen) Verfolgungsgeschichte der Rom_nja und Sint_ezze, besuchten und diskutierten künstlerische Beiträge, organisierten den Austausch mit sächsischen und tschechischen Selbstvertretungsorganisationen. Ziel ist die nachhaltige Vernetzung aller Teilnehmenden. Die Herbstschule wendete sich an alle Interessierten, besonders aber an Menschen, die sich gegen Antiromaismus engagieren oder dies vorhaben.

RomaRespekt Herbstschule

Im Vordergrund der Herbstschule standen Wissensvermittlung, Selbstreflexion in Bezug auf eigene Vorurteilsstrukturen, Self-Empowerment teilnehmender Rom_nja und die lokale politische Vernetzung.

Projektkooperationen

Teil unserer Kooperationen ist Romano Sumnal – Verein für Roma-Kulturvermittlung, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus, die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt, Konexe – eine Selbstvertretung in Tschechien, die Gruppe Gegen Antiromamismus in Dresden, das Zentrum für inklusive politische Bildung, coloRadio in Dresden, die Technische Universität Dresden.

Außerdem: Radio Blau Leizig, Radio t Chemnitz, Radio Corax Halle, Radio Frei Erfurt, Radio Dreyeckland Freiburg, Radio Helsinki Graz, die damalige Brücke-Most-Stiftung, das Festspielhaus Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden uvm.

Aktuelle Veranstaltungen

-
Grafische Reportage über Nazi-Terror
Leipzig
-
Ausstellung im Begegnungszentrum Pirna
Pirna
Tolsax Konkret: Warum wir nicht mit Antidemokrat_innen reden müssen

Kontakt

Kathrin Krahl
(Projektleitung RomaRespekt)
Weiterdenken –
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Kraftwerk Mitte 32 - Trafohalle
01067 Dresden
Tel: 0351 – 85075130
eMail: krahl@weiterdenken.de

Gjulner Sejdi
(Projekt RomaRespekt)
Weiterdenken –
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Büro Leipzig
Ludwigsburgerstraße 14
04209 Leipzig
Tel: 0176/20753524 oder 0351 – 85075130
eMail: sejdi@weiterdenken.de

Idaver Sefer
(Auszubildender)
Weiterdenken –
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Büro Leipzig
Ludwigsburgerstraße 14
04209 Leipzig
eMail: sefer@weiterdenken.de

Antje Meichsner 
(Redaktion Radio RomaRespekt)
eMail: meichsner@weiterdenken.de
http://www.weiterdenken.de/de/radio-romarespekt

Isabel Sophie Andiel
(Workshops und Redaktion Verdrängte Perspektiven)
eMail: andiel@weiterdenken.de
http://www.weiterdenken.de/de/verdraengte-perspektiven

Sigrid Schroff
(Verwaltung)
Weiterdenken –
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Kraftwerk Mitte 32 - Trafohalle
01067 Dresden
Tel: 0351 – 85075170
eMail: schroff@weiterdenken.de