Ortsbegehung in Döbeln

Ortsbegehung Döbeln

Die Kampagne „Spät. Aber nicht zu spät! Operation Last Chance II“ ist eine Initiative des Simon-Wiesenthal-Centers und verfolgt den Zweck, die noch lebenden und bisher nicht verurteilten NS-Kriegsverbrecher_innen mit Hilfe der Bevölkerung aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Im Projektverlauf von ORTSBEGEHUNG – Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft in Döbeln, integrierten wir diese Kampagne in unsere Betrachtungen zur Verfolgung von Täterschaft in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften. Im Rahmen der neuen Rechtslage wird gegen einen in Döbeln lebenden vermeintlichen Kriegsverbrecher ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz prüft eine Anklageerhebung gegen einen 91-jährigen mutmaßlichen Nazi-Verbrecher aus Döbeln. Der Mann war nach Erkenntnissen der NS-Fahndungsstelle Aufseher im KZ Auschwitz und soll sich der Beihilfe zum Mord schuldig gemacht haben. Die Ludwigsburger Behörde hatte den Fall Anfang September 2013 publik gemacht. Im Treibhaus Döbeln zeigten wir erste Resultate der juristischen Versäumnisse auf.

Ortsbegehung: Film - über wiesen

Film "über wiesen"

über wiesen
ein Film der AG Geschichte & Freund_innen

"über wiesen" beschäftigt sich mit der Bedeutung
nationalsozioalistischer TäterInnenschaft in der Gegenwart. Was fand
damals in der Kleinsatdt Döbeln statt? Was zeugt heute von der Tat? Was
ist Schuld und Entschuldung? Szenisches Spiel analysiert die Strukturen
der Shoah und diskutiert Überlegungen der Philosophin Hannah Arendt.

Ortsbegehung: Ausstellung - Die Tat

Modellprojekt Ortsbegehung

Das Projekt "ORTSBEGEHUNG - Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft" will mit Jugendlichen historisches Wissen erarbeiten, das kleine Handwerk des Stadthistorikers erlernen und darüber hinaus soll eine abschließende Ausstellung der Recherchen zum künstlerischen Gestalten anleiten und ästhetische Erkenntnisse erleb- und sichtbar machen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Massenverbrechen ist eine wichtige Voraussetzung für eine aktuelle Positionierung gegenüber Antisemitismus. Das Projekt ermöglicht es Jugendlichen, sich durch begleitete Recherchearbeiten in der lokalen Stadtgeschichte, mit diesen Fragen aktiv auseinander zu setzten und Diskussionen über das eigene Handeln in der Gegenwart anzustoßen.

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Kooperationspartner
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Unterstützer_innen
ORTSBEGEHUNG -Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft findet im Rahmen des Bundesprogrammes „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

Wissenschaftlicher Beirat
Boris Brokmeier, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten
Dr. Christoph Hamann, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
Gottfried Kößler, stellv. Direktor des Fritz Bauer Instituts, Pädagogik
Dr. Gunda Ulbricht, Hatikva e.V. Dresden

Kontakt

Kathrin Krahl
Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Schützengasse 18, 01067 Dresden
Tel: 0351 – 4943313
eMail: krahl@weiterdenken.de

Nora Bosse & Susann Karnapke
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52, 14467 Potsdam
Tel: 0331-20057815/16
eMail: bosse@boell-brandenburg.de