Wir leben im Verborgenen

Wir leben im Verborgenen

Keiner kann in meinen Schuhen noch ne Meile gehen, dabei zurücksehn ohne dabei kaputt zu gehen, denn ich muss zusehn‘, wie vor meiner Nase alle Tür’n zu gehen.
Aus dem Lied „Zeit“ – Prince-H & K-Pluto (aka Hikmet und Kefaet)

Wie leben Sinti und Roma heute in Sachsen? In Deutschland leben Angehörige der Minderheit der Sinti und Roma unter unterschiedlichsten  Voraussetzungen. Sinti und Roma sind seit mehr als 600 Jahren hier ansässig, andere Roma  flohen und fliehen immer noch nach dem Krieg im ehemaligen Yugoslawien hierher und sind mit Abschiebungen konfrontiert. Daher hat der Alltag viele unterschiedliche Gesichter:  deutschen Sinti treffen in Schule und Ämtern auf institutionellen Rassismus und Vorurteile, die zugewanderten Roma vom Balkan sind mit der Angst und Realität von Abschiebungen konfrontiert.

Die Veranstaltung zeigt Strukturen und Gewalt dieses vielschichtigen Rassismus, wir nennen ihn Antiromaismus -  den spezifische Rassismus gegenüber Roma und Sinti. Außerdem zeigen wir die Kontinuität der Verfolgung und Ermordung während des Nationalsozialismus bis in die Gegenwart und geben Einblicke in den Alltag von Roma in Sachsen.

* Kathrin Krahl und Gjulner Sejdi arbeiten im Modellprojekt RomaRespekt – Lokalrecherchen & Selfempowerment bei Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen e.V.

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