vermögensgerecht. Politik und Gerechtigkeit

vermögensgerecht. Politik und Gerechtigkeit

 

Anhand des Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), das als größte Längsschnittsstudie in Deutschland seit 1984 jährlich und kontinuierlich objektive Lebensbedingungen und subjektiv wahrgenommene Lebensqualität erhebt, zeigt Markus Grabka auf, was Armut in Deutschland bedeutet, wie sich Armut und Armutsrisiken entwickeln, wer wie von Armutsrisiken betroffen ist und inwiefern die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland auseinandergeht.

Er zeigt die Ursachen für zunehmende Ungleichheit auf und stellt Deutschland in den internationalen Vergleich. Der Vortrag kritisiert die Armuts- (und Reichtums)berichterstattung in Deutschland und diskutiert die Herausforderungen für die Zukunft.

Achtung! Die Veranstaltung findet an der TU Dresden statt: Hörsaal HSZ / 0304 / Z
Hörsaalzentrum, Bergstraße 64, 100 Plätze!

Dr. Markus M. Grabka veröffentlichte mit Joachim R. Frick in den Wochenberichten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung 2009 den Bericht "Gestiegene Vermögensungleichheit in Deutschland - Reiche werden reicher, Arme bleiben arm. Ostdeutschland verarmt zusehens. Hohe Arbeitslosigkeit und verfallende Immobilienpreise verringern das Vermögen. Erbschaftsteuerreform und Abgeltungsteuer fördern die Ungleichheit. Ohne private Altersvorsorge vor allem der Jüngeren und der Niedrigverdiener droht Altersarmut."

Ganz ausführlich ist die Untersuchung:
Joachim R. Frick, Markus M. Grabka, Richard Hauser
Die Verteilung der Vermögen in Deutschland
Empirische Analysen für Personen und Haushalte
Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 118
Berlin: edition sigma 2010
237 S., kt. ISBN 978-3-8360-8718-6 € 16,90

Zur Ergänzung sei auf verschiedene Berichte des DIW verwiesen:

Persönliches Einkommen in Ostdeutschland um ein Fünftel niedriger als im Westen
in Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 44/2010

Polarisierung der Einkommen: Die Mittelschicht verliert
in Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 24/2010

Alterssicherungsvermögen dämpft Ungleichheit – aber große Vermögenskonzentration bleibt bestehen
in Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 3/2010

„Wir gehen davon aus, dass auch zukünftig die Vermögensungleichheit zunehmen wird“
in Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 3/2010

 

Foliensatz zum Vortrag (pdf-Datei, 424 kB)

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