#nichtneutral

Zeit: 19. November 2020 14.30 bis 18.30 Uhr
Plattform: Online via BigBlueButton

eine gemeinsame Veranstaltung der TU Dresden, der GEW Sachsen, des Netzwerks Demokratie und Courage und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Nicht nur Rechtspopulist*innen fordern „Neutralität“ von Schulen, unterstellen Lehrkräften Indoktrination und schüren Misstrauen gegen Aufklärung und Haltung. Dabei kennt der Beutelsbacher Konsens lediglich ein Kontroversitätsgebot und ein Überwältigungsverbot. Das Sächsische Schulgesetz formuliert einen humanistischen und keinen „neutralen“ Bildungsauftrag. Und in dem Beschluss der Kultusministerkonferenz mit dem Thema "Demokratie als Ziel, Gegenstand und Praxis historisch-politischer Bildung und Erziehung in der Schule" (Oktober 2018) wird klar gestellt, dass Schule kein wertneutraler Ort ist. Zur Begründung heißt es: "Das pädagogische Handeln in Schulen ist von demokratischen Werten und Haltungen getragen, die sich aus den Grundrechten des Grundgesetzes und aus den Menschenrechten ableiten lassen."

Dennoch sind viele Lehrende angesichts politischer und fachlicher Angriffe auf die schulische Praxis unter anderem durch „Online-Pranger“ der Partei AfD verunsichert und/oder geraten in unnötige Verteidigungssituationen gegenüber Leitungen, Aufsichtsbehörden und Eltern. Wir haben Informationen auf dieser Seite zusammengestellt, die Orientierung und Information bieten sollen.

Broschüre und Videos

"Politische Bildung ist nicht zu Neutralität verpflichtet. Wir sind verpflichtet, überparteilich und kontrovers Dinge zu diskutieren."

Prof. Anja Besand, Professur für Politische Didaktik an der TU Dresden

"Schule ist den Werten der Demokratie verpflichtet. Das heißt, die Schulgesetze geben sehr klar vor, welche Werte an Schulen vermittelt werden sollen."

Julia und Carsten Koschmieder

"Der Staat muss über seine Institutionen - insbesondere Kultusministerium und Verwaltung - klarstellen, dass Schule kein neutraler Ort ist."

Ursula-Marlen Kruse, Landesvorsitzende GEW Sachsen

"Wir dürfen uns nicht mehr zurückziehen auf die Vermittlung von Wissen, sondern wir müssen den Schülern beibringen, wie sie die Welt interpretieren können."

Roman Schulz, Landesamt für Schule und Bildung in Sachsen

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