Rückblick zur Tagung "Ehrenamt im Spagat -- Was Engagement für Geflüchtete (nicht) leisten kann"

Am 19. März 2016 fand die Tagung "Ehrenamt im Spagat - Was Engagement für Geflüchtete (nicht) leisten kann" in der Evangelischen Hochschule in Dresden statt. Etwa 80 ehren- bzw. hauptamtlich Engagierte nahmen an der Tagung teil. Die Tagung bot ehren- bzw. hauptamtlich Engagierten im Bereich Flucht und Asyl in jeweils vier am Vormittag und am Nachmittag stattgefundenen Workshops einen Raum für Reflexion, Austausch und Auseinandersetzung mit dem eigenen Engagment.

Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen e.V./AG Asylsuchende Sächsische Schweiz/Osterzgebirge e.V.) und Laura Piotrowski (Amadeu Antonio Stiftung e.V.) führten den Workshop "Das kann ich doch auch - Grenzen zwischen Hauptamt und Ehrenamt" durch und versuchten herauszuarbeiten, wie eine Arbeitsteilung zwischen Haupt- und Ehrenamt aussehen könnte, die für alle Beteiligten gut ist.

Henriette Hanig bzw. Johanna Stoll (Ausländerrat Dresden e.V.) und Julia Baumgärtel (Psychologin) setzten sich in ihrem Workshop "Überforderung durch Ehrenamt?" mit den psychischen Herausforderungen ehrenamtlichen Engagements auseinander und erarbeiteten mit den Teilnehmer_innen Möglichkeiten des Schutzes vor physischer und psychischer Erschöpfung.

Rex Osa (Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V.) und Mohammad Al-Masalme (Ausländerrat Dresden e.V./ elixier e.V.) sprachen mit den Workshopteilnehmer_innen des Workshops "Über das Einzelschicksal hinaus ..." - Ehrenamt und Politik über die Möglichkeiten Ehrenamtlicher, die eigene zivilgesellschaftliche Stellung im Sinne der Geflüchteten zu nutzen.

Beate Schurath (INKOTA Netzwerk) stellte im Workshop "Von der Hilfe zur Selbstbestimmung" die Erfahrungen aus der Entwicklungszusammenarbeit vor, die auch für die Gestaltung ehrenamtlicher Arbeit mit Geflüchteten in Deutschland wertvolle Anregungen bietet.

Die Dokumantation mit allen Texten kann hier als pdf heruntergeladen werden:
Ehrenamt im Spagat Dokumentation der Tagung am 19. März 2016

Organisation: Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen, Evangelische Hochschule Dresden, Ökumenisches Informationszentrum und Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen

Gefördert wurde die Tagung aus Mitteln der Stiftung Nord-Süd-Brücken und der Amadeu Antonio Stiftung.