Inklusionen

INKLUSIVE GESELLSCHAFT

Was meinen wir mit Inklusion?
Inklusion bezeichnet in aktuellen öffentlichen Debatten vorwiegend die Forderung nach selbstverständlicher Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Alltag, insbesondere in Schulen und im Arbeitsleben. Der Blick ist somit auf eine gesellschaftliche Minderheit gerichtet. Das gleiche trifft auch für den Begriff der Integration zu. Dieser formuliert als normatives Ziel einen Prozess und Zustand des Einbezugs von Migrantinnen und Migranten in die neue Gesellschaft.

In modernen, funktional differenzierten Gesellschaften kann es nicht mehr um einzelne Minderheiten gehen, welche Maßnahmen zur Inklusion oder zur Integration bedürfen. Es geht vielmehr um einen ganzheitlichen Ansatz mittels einer inklusiven Politik. Ihr Anspruch ist es, alle Bürgerinnen und Bürger mit ihren heterogenen Lebensentwürfen und gleichwertigen Lebenschancen anzuerkennen.

Inklusion meint daher nicht formale, institutionelle Eingliederung in eine demokratische Gesellschaft, sondern will die beiden großen Versprechen der Demokratie - politische Teilhabe und soziale Gerechtigkeit - umsetzen. Sie beruht auf gemeinsamen Werten, den allgemeinen Menschenrechten und befördert den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft auf der Grundlage von Toleranz, Respekt und gegenseitiger Verantwortung. Daher kann es eine inklusive Politik nicht nur für den viel diskutierten Bildungsbereich alleine geben. Inklusive Politik ist für alle Lebensbereiche wie Arbeit, Leben in der Stadt und auf dem Land, Kultur, Freizeit und Gesundheit von Bedeutung.

Vorlesungsreihe 2012

Alle inklusive? Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft ist der Titel der öffentlichen Veranstaltungsreihe von Weiterdenken mit dem Lehrstuhl für Politische Theorie und dem Lehrstuhl für Makrosoziologie des Instituts für Soziologie (TU Dresden), sowie dem Staatsschauspiel Dresden.
Vom 10. April bis zum 3. Juli 2011 werden wir jeweils Dienstag, 18:00 Uhr im Kleinen Haus des Staatsschauspiel Dresden, Glacisstraße 28 die Frage, was die Gesellschaft spaltet und zusammenhält aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.
Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenlos. Studierende der TU Dresden können AQUA-Punkte erwerben.

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und mehr...

- Hochinklusiv.
Im Verbund der Heinrich-Böll-Stiftungen bearbeiten wir 2012 zwei Schwerpunkte: "Inklusive Stadt" und Inklusive Arbeitsgesellschaft". Dazu wird es Filme, Veranstaltungen, Fachgespräche und ein Internetdossier geben. mehr»
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