Klimawandel in Sachsen

Hochwasser? Trockene Sommer? Matschige Winter? Hagelstürme? Der Wandel des Klimas findet nicht nur an den Polen der Erde oder an den Rändern der Wüsten statt, in den letzten Jahren sind sehr präzise Analysen und Szenarien entstanden, die für die unterschiedlichen Regionen Sachsens differenzierte Prognosen liefern. Die Ausstellung verdeutlicht anhand dieser Zahlen den Zusammenhang von weltweiten Veränderungen und den Auswirkungen in Sachsen.

Beispielhaft lesen wir von den Veränderungen in der sächsischen Landwirtschaft, in den sächsischen Wäldern, das drohende Ende der sächsischen Weißweine und des Wintertourismus im Erzgebirge. Natürlich werden diese Voraussagen in Beziehung zu den weltweiten Klimaveränderungen gebracht, Schwerpunkt ist aber Sachsen. Und wir bleiben nicht bei Prognosen stehen, wir zeigen was sächsische Kommunen schon tun, um ihre Verantwortung wahrzunehmen und was einzelne findige Sachsen schon in ihrem Energieverbrauch ändern. Wer in Sachsen über Klima redet, kommt an der Braunkohle nicht vorbei. Also werden wir auch zeigen, wie in Sachsen der CO2-Ausstoß durch die Verstromung von Braunkohle wieder ansteigt, wo er dringend gesenkt werden muss. Zur Ausstellung gehören eine Videoinstallation von Sven Mund und Fotos zu Heuersdorf und den Theaterprojekten der Schaubühne Lindenfels in Heuersdorf. Die Homepage http://www.klimawandel.weiterdenken.de/ ergänzt die Ausstellung mit detaillierten Informationen, weiterführenden Links und ausführlichen Texten. Autorin der Ausstellung ist die Leipziger Journalistin Annett Müller, die Gestaltung verantworten die Kommunikatisten.

Die Tafeln der Ausstellung

 
 

Ausleihbedingungen

Die Ausstellung umfasst 18 Tafeln in einer Größe von 57 x 80 cm. Die Tafeln sind leichte Platten mit Hängeösen, die in zwei Transportkoffern verpackt sind. Das Bildungswerk verfügt über ein Stellsystem aus Holzrahmen in der Größen von 75 x 200 cm, in das die Tafeln gehängt werden können.

Das Bildungswerk erhebt keine Ausleihgebühr, die Kooperationspartner müssen aber selber für Transport, Auf- und Abbau sorgen und die Ausstellung versichern, damit beschädigte oder verlorene Bestandteile ergänzt werden können.

 

Bausteine für das Rahmenprogramm

Weiterdenken bietet auf Grundlage der eigenen Ausstellungspräsentationen eine Reihe von Vorträgen und Filmen an, mit der die Ausstellung vor Ort ergänzt werden kann. Eine Ausleihe ohne begleitende Veranstaltungen soll 2008 die Ausnahme sein. Weiterdenken kann im Einzelfall Budgets für gemeinsame, begleitenden Veranstaltungen zur Verfügung stellen.

Die Homepage klimawandel.weiterdenken.de ergänzt die Ausstellung mit detaillierten Informationen, weiterführenden Links und ausführlichen Texten. Die Kooperationspartner sollten gewährleisten, dass im Rahmen der Ausstellung Internetarbeitsplätze eingerichtet sind, damit interessierte BesucherInnen weitergehende Informationen recherchieren können.

Siebenundzwanzig Fragen
Der Videokünstler und Theaterregisseur Sven Mundt hat 2005 Menschen in dem siebenhundert Jahre alten Dreihundert-Seelen-Dorf Heuersdorf, das nach fünfzehnjährigem Kampf dem Braunkohleabbau weichen musste, siebenundzwanzig Fragen gestellt. Es sind drei Interviews ungeschnitten zu sehen, mit einer Langzeitaufnahme des Kohlekraftwerks Lippendorf und 40 Aufnahmen vom Dorf.
Dokumentarische Videoinstallation, DVD, 108 min.

Vorträge und Diskussionen:
Einführung zur Ausstellung (Stefan Schönfelder – Weiterdenken)

Klimaveränderungen weltweit und in Sachsen
Dr. Wilfried Küchler, Udo Mellentin, Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie

Sächsische Braunkohle und Energiepolitik
Johannes Lichdi, Mitglied des Sächsischen Landtages, Fraktion Bündnis90/ Die Grünen

Wir Klimaretter
Lesung mit den Autoren des gleichnamigen Buches Toralf Staud und Nick Reimer

Generation Zukunft - Projekttag für Schülerinnen und Schüler
Der Projekttag richtet sich an die Klassenstufen 8-12 von Schulen in Sachsen. Hier erwerben die SchülerInnen Informationen und Wissen über Zusammenhänge zwischen dem Konsumverhalten und damit verbundenen ökologischen Problemen. Die SchülerInnen haben u.a. die Gelegenheit, über das Thema Bedürfnisse zu diskutieren. Nach einer Klärung der Vorstellungen von „Grundbedürfnissen“ und „Luxus“ sind sie aufgefordert, ihre eigenen Grundbedürfnisse ins Verhältnis zu setzen zu dem, was Menschen in anderen Ländern zur Verfügung steht. Anhand des Modells des ökologischen Fußabdrucks lernen die SchülerInnen schließlich, dass wir Menschen zurzeit – insbesondere wir Europäer – über die ökologischen Kapazitätsgrenzen der Erde leben.
Anhand von Positionierungsspielen wird deutlich, dass ein Großteil der wichtigsten Ressourcen wie Energie und Nahrungsmittel global ungleich verteilt ist und dass sich die modernen Industriestaaten diese Ressourcen zu billigen Preisen aneignen.
In Kleingruppen werden anhand exemplarischer Konsumgüter wie Fleisch, Kakao, Soja und Baumwolle Darstellungen der ökologischen und sozialen Probleme bei der Produktion, der Verarbeitung, dem Handel und der Konsumtion dieser Güter erarbeitet.
Am Schluss des Projekttags lernen die Schüler Konsum- und Handlungsalternativen kennen, indem die Siegel ökologischer Anbauverbände der Landwirtschaft, das EU-Biosiegel, das transfair-Siegel, sowie die Biomarken der Discounter und Supermärkte mit ihren  verschiedenen Herstellungskriterien vorgestellt werden. Kontakt & Buchung unter Email: jugendumweltnetzwerk@solargeneration.de oder bei Robert Scholz, Naturfreundejugend Sachsen - Telefon: 0351-4943-362

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