Aktuell

Bildungsreise Ungarn 2013

Im Rahmen einer fünftägigen Bildungsreise wollen wir spannende Einblicke in die junge ungarische Demokratie und ihre Besonderheiten gewinnen und die aktuellen Probleme im historischen Kontext betrachten. Wir werden uns mit Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Zivilgesellschaft treffen, ihnen zuhören und über Demokratie, Gesellschaft und politische Bildung diskutieren.  mehr»

Bildungsreise Galizien - Krakau, Lemberg (L'viv/Lwów/Lwow) und Czernowitz 2013

AUSGEBUCHT! DANKE!

„Das Land, in dem Menschen und Bücher lebten“ - mit diesen Worten stellte einst der Dichter Paul Celan den Lesern in Deutschland seine Heimat vor. Sie befindet sich in einer Gegend, die heute jenseits der neuen EU-Außengrenze liegt und erst seit der Orangen Revolution in der Ukraine wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gekommen ist: Galizien.

Wir wollen auf unserer Leserreise das Land entdecken, in dem Menschen und Bücher lebten, seine wechselhafte Geschichte erkunden, jüdisches Leben erkunden und die anmutige Landschaft erfahren. Wir werden Menschen begegnen, die uns einen Einblick in das Leben der heutigen Westukraine bieten. mehr»

Internationale Politik

Wrocław/ Breslau im April 2009

Einführung

Weiterdenken in der Welt

Das Niederreißen des Eisernen Vorhangs durch die Völker Mittel- und Osteuropas hat das über Jahrzehnte eingeübte Bild einer bipolaren Welt, die sich durch ein Gleichgewicht der Abschreckung stabilisiert, beendet. Einfache Erklärungsmuster aus dem Ost-West-Konflikt wie vom Kulturkampf, vom Islam kontra Abendland, aber auch solchen wie von den "guten Armen" gegen die "bösen Reichen", dem „guten alten Europa“ und dem „aggressiven Amerika“ helfen uns in der Deutung der neuen Weltordnungen nicht weiter.

Die neue Welt erlaubt einen unverstellteren Blick auf die Machtverhältnisse zwischen Staaten und Regionen, auf innere Widersprüche in Staaten und Staatenbünden, sie stellt Mechanismen und Institutionen wie die NATO in Frage. Sie bietet die Chance, Europa endlich wirklich zu einen und über die Grundlagen der Europäischen Union  neu zu diskutieren. Die traditionelle Sicherheitspolitik der Abschreckung und Eindämmung wird ersetzt durch Risikoprävention, Krisenintervention und Ordnungspolitik. Außen-, sicherheits- und entwicklungspolitische Fragen verschränken sich zunehmend. Die Rolle der Europäischen Union in der Welt wächst. Wir tragen dazu bei, die Rolle Europas in der Welt, zivilgesellschaftliche Initiativen und alternative Konzepte zur Diskussion zu stellen.

In unserem Archiv finden Sie Veranstaltungen zu Friedens- und Sicherheitspolitik, zum Verhältnis USA-Europa, zu den Ursachen und Folgen von internationalem Terror, zum arabisch-israelischen Konflikt, zu den Versuchen der Demokratisierung in fragilen Staaten und Regionen, zur internationalen Friedenssicherung und Wiederaufbau nach Konflikten, zu internationalem und gerechterem Handel. Besonderes Augenmerk legen wir in unserer Arbeit auf unsere direkten Nachbarn in Polen und Tschechien.

Veranstaltungen
Europasalon Chemnitz
Chemnitz: Mo, 27.5.2013, 19:30 bis 22:00 Uhr
AUSGEBUCHT! DANKE!Sa, 13.7.2013, 9:00 bis So, 21.7.2013, 16:00 Uhr
So, 14.7.2013, 21:00 bis Sa, 20.7.2013, 7:00 Uhr

Beiträge

2010 hatte Weiterdenken bereits zum vierten Mal eine Gruppe des »Internationalen Parlaments-Stipendium« (IPS) zu Gast. Im März erhielten wir Besuch von 21 StipendiatInnen.

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Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ist Geschichte. Für einen winzigen Augenblick richtete sich der Blick wieder auf das Land am Kap, brachte dem ganzen Kontinent ein wenig Aufmerksamkeit, wenn auch nur oberflächlich und in Gestalt dieser unsäglichen on-Reporter(innen), die vorgaben, Wirklichkeit abzubilden.


Thomas Brückner über südafrikanische Literatur und die Fußballweltmeisterschaft.

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Veranstaltungsdokumentation

Die Ukraine - auf dem Weg in den Westen?

- Die Ausgangsfrage einer Veranstaltung von Weiterdenken nach der Orientierung der Ukraine in Richtung Westen und ihrer Integration in EU und NATO wurde von den Referenten zwar als wünschenswert, gegenwärtig oder kurzfristig jedoch als nicht realistisch eingeschätzt. Bedingungen für eine Mitgliedschaft werden derzeit in beiden Fällen nicht erfüllt, die Beziehungen zu Russland sind angespannt und Konsequenzen sind im Falle einer schnellen EU-/ NATO-Annäherung von russischer Seite zu erwarten. Die Abhängigkeit von Russland (insbesondere bei der Energieversorgung) ist hoch. Schließlich besteht kaum Einigkeit bezüglich einer EU- und NATO- Integration des Landes weder innerhalb der Bevölkerung noch auf Ebene der politischen Klasse – vor allem letztere ist Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung einer Integrationsperspektive. Langfristig, dies betonte Rainer Lindner, wird die Ukraine jedoch Mitglied der EU werden. Hierzu gäbe es keine Alternative, wenn der „Westen“, wenn Europa mit seinem Modell ernst genommen werden möchte. mehr»

Veranstaltungsdokumentation

Staatsbildung und Ethnisierung auf dem Balkan und im Südkaukasus

- Mit dem Zerfall des kommunistischen Raums Ende der 1980-er Jahre sind in Europa viele neue Staaten entstanden. Für manche Staaten handelte es sich „nur“ um eine politische Umstellung, um eine Systemwende – so z. B. für Polen, Ungarn oder Rumänien. Aber im Fall von multiethnischen Staaten wie Jugoslawien oder der Sowjetunion folgte eine Zersplitterung der bisherigen Territorien. Neue Staaten sind entstanden, wobei Ethnizität zum Kern dieser Staatsbildungsprozesse wurde, so auch auf dem Balkan: Staatsbildung erfolgte entlang ethnischer Grenzen in einem multiethnischen Umfeld. Dies führte zu dramatischen Konflikten in den 1990-er Jahren, z.B. im Kosovo in Serbien, in Südossetien und Abchasien in Georgien oder in Transnistrien in Moldawien. Für diese Konflikte bzw. den Status dieser Regionen wurden bis heute kaum nachhaltige Lösungen gefunden. Nur teilweise erzielte man durch internationale Vermittlungen prekäre Lösungen wie im Fall von Bosnien und Herzegowina. Die aktuelle Entwicklung dieser Konflikte - die Anerkennung des Kosovo durch die westlichen Staaten, der Krieg im August 2008 in Südossetien zwischen Russland und Georgien und die darauf folgende Anerkennung von Abchasien und Südossetien durch Russland - zeigen, dass die Ethnisierung von Staatsbildung und die Politisierung von Ethnizität mehr denn je ein relevantes Thema in Europa und an den Rändern Europas darstellt. mehr»

Veranstaltungsdokumentation

Europäische Afrikapolitik

- Konflikte und Kriege in Afrika werden zunehmend als Sicherheitsbedrohung im internationalen Staatensystem wahrgenommen. Staatszerfall wird dabei insbesondere im Zusammenhang mit der Ausbreitung des internationalen Terrorismus als Sicherheitsrisiko für die Internationale Gemeinschaft betrachtet.
Im afrikapolitischen Kontext offenbart sich einmal mehr das Spannungsverhältnis zwischen nationalstaatlicher Interessenwahrung und dem Finden gemeinsamer europäischer Strategien. Mit der Afrika-Strategie der EU soll nicht zuletzt auch der Problematik eben dieser Diskrepanzen begegnet werden. mehr»
Blog zur Bildungsreise nach Belgrad und Bosnien und Herzegowina Blog Klima der Gerechtigkeit Baustellen der Globalisierung Russland-Blog der Heinrich-Böll-Stiftung GreenCampus