Aktuelle Beiträge und Projekte

Publikation

Tagungsband erschienen: Die Tagung im Januar 2011 mit dem Titel «Ordnung und Unordnung (in) der Demokratie» und die erweiterte Dokumentation gaben uns die Gelegenheit, die 2010 aufgeworfenen Frage «Gibt es Extremismus?» zu vertiefen, zu erweitern und zu aktualisieren.  mehr»

Das aktuelle Halbjahresprogramm von GreenCampus liegt vor - Trainings und Seminare für politisch Interessierte und Aktive in ganz Deutschland, unter anderem auch in Berlin, Potsdam und Weimar.
GreenCampus
ist die Weiterbildungsakademie der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrer Landestiftungen und bietet Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote insbesondere in den Kernbereichen Politikmanagement, politische Personalentwicklung sowie Gender und Diversity Management an. 

mehr»

Publikation

Gefährliche Liebschaften 2011

- 24. Mai 2011 - Die erste Auflage der «Gefährlichen Liebschaften» stieß erfreuerlicherweise in Deutschland und in der Tschechischen Republik auf großes Interesse und war in kurzer Zeit vergriffen. In Sachsen gab es mit dem 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden im Juni 2011 einen Anlass, die Publikation zu überarbeiten und neu zu verlegen. Deshalb haben wir die Publikation um neue Texte zur Rolle der Kirchen in Deutschland und Tschechien in unserem Themenfeld und einen Text zur Extremismusformel ergänzt und die Autorinnen und Autoren gebeten, ihre Texte der ersten Auflage zu überarbeiten.  mehr»
DD_13.02
Erinnerung: ein Chamäleon

Dokumentarfilm
Dresden am 13. Februar 1945 – infolge alliierter Luftangriffe starben Tausende Menschen und die Stadt verlor ihre weltbekannte Silhouette. Durch das Bild der einzigartigen und unschuldigen Stadt, deren gewaltige Zerstörung plötzlich und sinnlos schien, wurde Dresden zum Symbol für die Schrecken des Krieges.
Dieser Dokumentarfilm geht auf Spurensuche. Ein mehrstimmiges Bild der Vergangenheit soll entstehen, das dem Publikum die Möglichkeit gibt, differenziert auf die Entwicklung des Gedenkens zu schauen.
mehr»
Dr. Jan-Hinrik Schmidt war am 22. Oktober Gast  im Salon Surveillance in der Moritzbastei Leipzig und diskutierte unter dem Titel "Verstrickt im Netz" über Privatsphäre und Öfentlichkeit in internetbasierten sozialen Netzwerken.

... Wie andere Arten der Kommunikation auch, unterliegt der Austausch in den Öffentlichkeiten des Internet einer Spannung zwischen Selbstoffenbarung einerseits und Kontrolle der eigenen Privatsphäre anderer­seits. Die kommunikative Architektur dieser Räume – die online vorliegenden Daten sind persistent, kopierbar, durchsuchbar und aggregierbar – erschwert die Grenzziehung zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit. Dadurch kommt es zum „privacy paradox“: Für die Social-Web-Nutzer ist Privatsphäre nach wie vor ein wichtiger Wert, doch im tatsächlichen Handeln verlieren sie unter Umständen die Kontrolle über die eigenen persönlichen Daten.  ...

mehr»

Daniel Schmidt
Das Volk zählen. Analyse und Kritik des EU-Zensus 2011
Daniel Schmidt war Gast beim Salon Surveillance am 11. November 2010 in Leipzig.

... Jene Volkszählung, die eigentlich 1984 stattfinden sollte, wurde durch eine wegweisende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1983 gestoppt. Die Richter hatten damals schwerwiegende datenschutzrechtliche Einwände geltend gemacht sowie vor allem das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ festgeschrieben.

Um beim Zensus 2011 ein solches ‚Fiasko‘, das in Wirklichkeit eine Stärkung der Abwehrrechte gegenüber einer alles wissen wollenden Staatlichkeit war, zu vermeiden, war der Gesetzgeber gezwungen, peinlichst genau auf die Einhaltung der Grundsätze des Datenschutzes zu achten. Entsprechend enthält das Zensusgesetz eine Reihe von Prinzipien und Vorkehrungen, die den Schutz personenbezogener Daten vor einer anderen als der vorgesehenen bevölkerungsstatistischen Nutzung gewährleisten sollen. ...

  mehr»
Demokratie weiterdenken
Demonstration zum Erhalt des Welterbes · Dresden · Foto: Burkhard Schade · Quelle: www.welterbe-erhalten.de
Einführung
Demokratie ist unser täglich Brot
Die Weiterentwicklung der demokratischen Kultur im (politischen) Alltag ist ein Anspruch, der hinter unserer gesamten Arbeit steht. Demokratie thematisieren wir als gesellschaftspolitischen Prozess, der aus der Praxis der BürgerInnen lebt und so demokratische Institutionen verändert. Bürgergesellschaft und Partizipation sind deshalb wesentliche Aspekte dieses Schwerpunktes. Wir machen Ansprüche und Widersprüche demokratischer Verfahren und Institutionen, Stand und Krise(n) der Parteiendemokratie, Entwicklung der Mediendemokratie und die Frage nach der Entwicklung und Gestaltung von Politik zu Thema. Demokratische Kultur meint auch die Auseinandersetzung mit den massivsten Angriffen auf demokratische Grundhaltungen und Grundregeln durch das, was wir Rechtsextremismus nennen, rassistische, völkische, antisemitische Einstellungen und daraus erwachsende Strukturen, Organisationen, Politikangebote, Handlungen.
Eine wesentliche Frage demokratischer Kultur ist für uns auch ein offensichtlich wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit, das einer neuen und umfassenden Überwachungspraxis von Sicherheits- und Ermittlungsbehörden Tür und Tor öffnet. Gleichzeitig geben zunehmend Menschen private Daten in großem Umfang an private Unternehmen. Uns interessiert ob und wie das unsere Gesellschaft verändert und welche politischen Konzepte es gibt, sicher zu leben ohne einer präventiven Überwachungsgesellschaft zu verfallen.
Link zur Sonderseite zu 20 Jahre 1989