Aktuelle Beiträge und Projekte

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Erinnerung: ein Chamäleon

Dokumentarfilm
Dresden am 13. Februar 1945 – infolge alliierter Luftangriffe starben Tausende Menschen und die Stadt verlor ihre weltbekannte Silhouette. Durch das Bild der einzigartigen und unschuldigen Stadt, deren gewaltige Zerstörung plötzlich und sinnlos schien, wurde Dresden zum Symbol für die Schrecken des Krieges.
Dieser Dokumentarfilm geht auf Spurensuche. Ein mehrstimmiges Bild der Vergangenheit soll entstehen, das dem Publikum die Möglichkeit gibt, differenziert auf die Entwicklung des Gedenkens zu schauen.
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Anlässlich des 20. Jubiläums der Friedlichen Revolution in der DDR wurde bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, in den Medien und in der Wissenschaft der Ereignisse sowie der Folgen des Jahres 1989/90 in Deutschland gedacht. Die Tatsache jedoch, dass 1989 etwa 191.000 Ausländer in der DDR lebten und ebenso mit den revolutionären Veränderungen wie auch deren langfristigen Folgen konfrontiert gewesen sind, hat im Erinnerungsjahr 2009 kaum Aufmerksamkeit erregt. Ca. 90.000 der in der DDR lebenden ausländischen Bürger waren in den Jahren zuvor als so genannte »Vertragsarbeitskräfte« in die DDR gekommen. Das Jahr 1989 hat das Leben auch dieser Menschen dramatisch verändert.

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MigrantInnen in Dresden und ihr 1989 Wenn die Geschichte der Friedlichen Revolution 1989 diskutiert, erforscht und gelehrt wird, können wir inzwischen auf zahlreiche Sammlungen biographischer Erzählungen zurückgreifen und uns informieren, wer diese Zeit wie und wo erlebte. Bisher stehen dafür aber fast ausschließlich deutsch-deutsche Geschichten zu Verfügung. Die Tatsache, dass 1989 etwa 190.000 MigrantInnen in der DDR wohnten, dort ebenso die Umbrüche erlebten und zum Teil auch mitgestalteten, bleibt ein blinder Fleck in der aktuellen Geschichtsschreibung. Von ihren Wegen durch die Wendejahre in das vereinte Deutschland, von ihren Entscheidungen und heutigen Perspektiven erzählen die hier zu lesenden Interviews.

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Zeitzeug_innengespräche zu 1989

- Dissidenz, Hoffnung und Transformation - Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren von Opposition und Wende
20 Jahre 1989 bedeutet für den Stiftungsverbund, die Akteure der Zeit zu Wort kommen zu lassen und zu befragen, um ein differenziertes Bild der vielen Motive Bewegungen, Hoffnungen und Formen zu zeichnen und widerspiegeln zu können. Mit den Gesprächen entsteht ein Puzzle von Demokratie und Werteorientierungen, dass die vielen Ansätze und Ideen darstellt. Die Gespräche verdeutlichen die Vielschichtigkeit, die Unterschiedlichkeit und Pluralität, die sich wieder unter dem Verständnis von Demokratie zusammenfindet.
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Zentral auf der VIA REGIA, einer geistigen Schlagader Europas, liegt der polnischdeutsche Städtezwilling Zgorzelec-Görlitz, eingebettet in die Herzregion des Kontinents, in der drei Länder lernen, konzertiert zusammenzuleben: Polen-Tschechien-Deutschland. Einer der Kristallisationskeime für diese kulturelle Ko-Evolution wurde von einem Franzosen geschaffen, dem Komponisten Olivier Messiaen.

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Projektbericht

Gabriela und Uwe von Seltmann (Krakau) recherchieren in ihrem Projekt „Zwei Familien, zwei Vergangenheiten – eine Zukunft" dem Leben und Sterben von Gabrielas Großvater Michal Pazdanowski. Nachdem Uwe von Seltmann im Buch „Schweigen die Täter, reden die Enkel" das Leben seines Großvaters - deutscher SS-Mann in Polen - nachgezeichnet und öffentlich gemacht hat, erschließt sich nun eine dramatische polnische Geschichte und deren Verdrängung. Von ihrer Reise in die Huzulei zurückgekehrt, beschreibt Uwe von Seltmann seine ersten Eindrücke.

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Hermann Voss (1884–1969) gehört zu den profiliertesten deutschen Kunsthistorikern des 20. Jahrhunderts. Leipzig, Berlin, Wiesbaden und Dresden waren Stationen seiner Museumskarriere. Verbunden bleibt sein Name jedoch mit der Tätigkeit als Sonderbeauftragter Hitlers für das "Führermuseum" in Linz. Das Buch der ehemaligen Promotionsstipenditin der Heinrich-Böll-Stiftung Dr. Kathrin Iselt untersucht erstmals detailliert das Leben und Wirken des Kunsthistorikers und seine Verstrickung in den nationalsozialistischen Kunstraub, die schon lange vor seiner Ernennung zum "Sonderbeauftragten für Linz" begann. mehr»

audioscript zur Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Dresden 1933-1945

- Ein Stadtrundgang in 13 Tracks

Das audioscript erschien anlässlich des 70. Jahrestages der Novemberpogrome von 1938. Durch die Verknüpfung von Geschichte und seiner kritischen Reflexion der gegenwärtigen Debatten ist es ein Beitrag zur geschichtspolitischen Auseinandersetzung in der Stadt Dresden. Es entstand in einjähriger Arbeit ein zweisprachiger audioscript, das in 13 Tracks eine Auseinandersetzung mit (stadt-)historischen, philosophischen und künstlerischen Diskursen mit der Shoa ermöglicht. Durch die Verwendung eines mp3-Players und eines Stadtplanes ist es möglich an 12 exemplarische Orte, wie die Brühlsche Terrasse, das Hygienemuseum oder das „Judenlager am Hellerberg“ zu gehen und sich die Audiobeiträge, in einer Länge von durchschnittlich 12 Minuten anzuhören. Ein dazugehöriger Stadtplan, auf der die Orte markiert sind, dient der Orientierung.

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Zeitgeschichte
Einführung
Die jüngere Zeitgeschichte bestimmt die demokratische Kultur der Gegenwart
Auseinandersetzungen um die Vergangenheit sind konstituierend für die politische Kultur der Gegenwart. Die politischen Identität(en) unseres Gemeinwesens sind von der jüngeren Geschichte gezeichnet und insbesondere von ihren Bewertungen.

Geschichtspolitik hat Konjunktur und in Sachsen stehen dabei die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und mit der Geschichte der DDR im Vordergrund. Zeitzeugenschaften konkurrieren mit empirischer Forschung, politische Deutungen der nationalsozialistischen Vergangenheit und der DDR sind sowohl selbst Politikfeld wie auch Bezugspunkt bei der Konstruktion der eigenen Biographie. Der genaue, sensible und differenzierte Umgang mit diesen Vergangenheiten unter den Demokraten ist gerade auch angesichts der verzerrenden Deutungen neuer Nazis in Deutschland unumgänglich.
Dies soll in den Projekten des Bildungswerkes erlebbar gemacht werden.

Veranstaltungen

Zwickau: Fr, 27.1.2012, 11:20 bis Fr, 10.2.2012, 15:00 Uhr
Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit
Görlitz: Mo, 12.3.2012, 19:00 bis 21:00 Uhr
Jüdisches Leben in Deutschland 2012
Chemnitz: Di, 13.3.2012, 19:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellungen und Publikationen

Auf dem Dienstwege...

Dokumente zur Erfassung, Ausgrenzung und Deportation der Leipziger Sinti und Roma im Nationalsozialismus
Diese Ausstellung zeigt erstmalig Dokumente der rassistisch motivierten Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma in Leipzig. Sie geschah schrittweise und öffentlich. Die Erfassung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Polizei und Forschung - dem damaligen "Institut für Rassen und Völkerkunde" der Leipziger Universität.  mehr»

Kindermaterial - Der Katharinenhof in Großhennersdorf und die nationalsozialistische Vernichtung des "lebensunwerten Lebens"

- In den Morgenstunden des 27. September 1940 halten fünf tarngrün angestrichene Autobusse der Gemeinnützigen Krankentransport-Gesellschaft (Gekrat) am Portal des Katharinenhofes im sächsischen Großhennersdorf. Dem Personal ist mitgeteilt worden, daß es die von der Inneren Mission der Evangelischen Kirche verwaltete "Landesanstalt für bildungsunfähige und schwachsinnige Kinder" zu räumen habe. Auf den Listen des Gekrat-Personals stehen 173 Namen, 104 Jungen und 69 Mädchen.
"KINDERMATERIAL" zeichnet den Weg dieser Kinder nach, die als "lebensunwertes Leben" durch die Nationalsozialisten ermordet wurden. Es gibt den Opfern ihre Gesichter und ihre Namen zurück. mehr»
Spenden für "Zwei Familien" bei betterplace.org Link zur Sonderseite zu 20 Jahre 1989