Aktuelle Projekte

MigrantInnen in Dresden und ihr 1989 Wenn die Geschichte der Friedlichen Revolution 1989 diskutiert, erforscht und gelehrt wird, können wir inzwischen auf zahlreiche Sammlungen biographischer Erzählungen zurückgreifen und uns informieren, wer diese Zeit wie und wo erlebte. Bisher stehen dafür aber fast ausschließlich deutsch-deutsche Geschichten zu Verfügung. Die Tatsache, dass 1989 etwa 190.000 MigrantInnen in der DDR wohnten, dort ebenso die Umbrüche erlebten und zum Teil auch mitgestalteten, bleibt ein blinder Fleck in der aktuellen Geschichtsschreibung. Von ihren Wegen durch die Wendejahre in das vereinte Deutschland, von ihren Entscheidungen und heutigen Perspektiven erzählen die hier zu lesenden Interviews.

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Migration und Integration
Hotel Migration · Ein Projekt von Weiterdenken in Kooperation mit BürgerCourage · Dresden · 2008
Einführung
Integration als Leistung der Mehrheitsgesellschaft
Einwanderungsland Deutschland

Die Bundesrepublik ist faktisch längst eine Einwanderungsgesellschaft - über 15 Millionen Menschen haben in Deutschland einen Migrationshintergrund. Aber weder hat sich diese Tatsache im öffentlichen Bewußtsein durchgesetzt, noch werden unsere Institutionen diesem Wandel gerecht. Das gilt - trotz erfreulicher Ausnahmen - für das Bildungssystem wie für Politik, Medien und Unternehmen. Zwar wurden in den Jahren der rot-grünen Koalition mit dem neuen Staatsbürgerschaftsrecht und dem Zuwanderungsgesetz Meilensteine für einen Kurswechsel gesetzt, aber von einem auf Offenheit, Fairness und Respekt gegründeten Zusammenleben sind wir noch weit entfernt. Im Hinblick auf eine humanitäre Flüchtlingspolitik sind sogar eher Rückschritte zu verzeichnen. Die Hürden für Asylsuchende sind immer höher gesetzt worden, und gleichzeitig werden Tausende von Flüchtlingsfamilien ausgewiesen, obwohl sie seit Jahren hier leben.

Migrationsgeschichte Ostdeutschlands

Die meisten gängigen Debatten über Migration und Integration in Deutschland richten ihren Blick auf Westdeutschland und vergessen dabei, dass Ostdeutschland ganz eigene Strukturen und eine andere Migrationsgeschichte aufweist. Weiterdenken richtet den Blick auf die Migrations- und Integrationsgeschichte der DDR und leistet so Beiträge zu den Debatten über Migration und Integration in Sachsen, Deutschland und Europa.

Migration & Integration als Querschnittsaufgabe

Eine positive Einstellung gegenüber kultureller Vielfalt und eine verbindliche Haltung gegenüber den Grundwerten und Regeln der Demokratie sind für uns kein Gegensatz. Sie bilden gemeinsam das Fundament einer multikulturellen Republik. Diesem Leitbild ist die Heinrich Böll Stiftung verpflichtet. Das gilt für unsere politische Bildungsarbeit im In- und Ausland wie für unsere Organisationskultur. Es geht um Chancengleichheit und um die politische, ökonomische und soziale Teilhabe aller Mitglieder der Gesellschaft. Wie gut das gelingt, ist mitentscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Bundesrepublik.

www.migration-boell.de präsentiert ein vielfältiges Angebot an Informationen, Analysen und Meinungen zu den großen Themenfeldern Zuwanderung, soziale und politische Integration sowie zu einem produktiven Umgang mit kultureller Vielfalt in Institutionen. Wir wollen nicht nur kritisieren, was zu kritisieren ist, sondern Beispiele für eine gelungene Praxis vorstellen. Selbstverständlich kommen Migrantinnen und Migranten selbst zu Wort. Die Website der Bundesstiftung soll Hintergrundwissen vermitteln und Forum für einen konstruktiven Austausch sein. Wir möchten alle auf diesem Gebiet engagierten Menschen einladen, an unserem Projekt mitzuwirken und diese Plattform aktiv mitzugestalten.

Veranstaltungen

Zwickau: Fr, 27.1.2012, 11:20 bis Fr, 10.2.2012, 15:00 Uhr
Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit
Görlitz: Mo, 12.3.2012, 19:00 bis 21:00 Uhr
Jüdisches Leben in Deutschland 2012
Chemnitz: Di, 13.3.2012, 19:00 bis 21:00 Uhr

Ausstellung und Publikation

MigrantInnen in Dresden

Die Studie beschäftigt sich exemplarisch mit der Lebenssituation von Männern und Frauen aus Ländern, die mit der DDR engere politische und wirtschaftliche Beziehungen unterhielten und ist 1998 erschienen. mehr»
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