Aktuelle Beiträge und Projekte

Kämpfe kontra Kontrolle. Aktuelle Proteste gegen Überwachung
Peter Ullrich & Michael Arzt

Der folgende Text thematisiert einige der im Vortrag „Kämpfe kontra Kontrolle“ am 2.12.2010 in der Moritzbastei Leipzig im Rahmen der Reihe „Salon Surveillance“ angesprochenen Aspekte aktueller protestförmiger und künstlerischer Auseinandersetzungsweisen mit Überwachung.

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Daniel Schmidt
Das Volk zählen. Analyse und Kritik des EU-Zensus 2011
Daniel Schmidt war Gast beim Salon Surveillance am 11. November 2010 in Leipzig.

... Jene Volkszählung, die eigentlich 1984 stattfinden sollte, wurde durch eine wegweisende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 1983 gestoppt. Die Richter hatten damals schwerwiegende datenschutzrechtliche Einwände geltend gemacht sowie vor allem das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ festgeschrieben.

Um beim Zensus 2011 ein solches ‚Fiasko‘, das in Wirklichkeit eine Stärkung der Abwehrrechte gegenüber einer alles wissen wollenden Staatlichkeit war, zu vermeiden, war der Gesetzgeber gezwungen, peinlichst genau auf die Einhaltung der Grundsätze des Datenschutzes zu achten. Entsprechend enthält das Zensusgesetz eine Reihe von Prinzipien und Vorkehrungen, die den Schutz personenbezogener Daten vor einer anderen als der vorgesehenen bevölkerungsstatistischen Nutzung gewährleisten sollen. ...

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Dr. Jan-Hinrik Schmidt war am 22. Oktober Gast  im Salon Surveillance in der Moritzbastei Leipzig und diskutierte unter dem Titel "Verstrickt im Netz" über Privatsphäre und Öfentlichkeit in internetbasierten sozialen Netzwerken.

... Wie andere Arten der Kommunikation auch, unterliegt der Austausch in den Öffentlichkeiten des Internet einer Spannung zwischen Selbstoffenbarung einerseits und Kontrolle der eigenen Privatsphäre anderer­seits. Die kommunikative Architektur dieser Räume – die online vorliegenden Daten sind persistent, kopierbar, durchsuchbar und aggregierbar – erschwert die Grenzziehung zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit. Dadurch kommt es zum „privacy paradox“: Für die Social-Web-Nutzer ist Privatsphäre nach wie vor ein wichtiger Wert, doch im tatsächlichen Handeln verlieren sie unter Umständen die Kontrolle über die eigenen persönlichen Daten.  ...

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Am 23. September war Verena Schreiber, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt (M.) zu Gast im Salon Surveillance in der Moritzbastei in Leipzig.Unter dem Titel "Vorsicht, Vorbeugen! - Kinder im Fokus der Kriminalprävention" zeigte die Beziehung von neuen Kontrollformen und neoliberalen Transformationsprozessen auf und nahm die aktuelle Kriminalpolitik zum Ausgangspunkt für die Diskussion der Wirkungen von kriminalpräventiven Interventionen auf die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen sowie ihre gesellschaftliche Wahrnehmung.
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Versammlungsfreie Zonen
Zur Entwicklung des Versammlungsrechts im letzten Jahrzehnt
Beitrag von Jens Lehmann, Dresden

 

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Überwachung und Datensicherheit
Überwachungskameras am Hafen in Gdynia · Foto: Paweł Zdziarski
Einführung
Surveillance
Videoüberwachung, Onlinedurchsuchung, Vorratsdatenspeicherung, Mautdaten zur Verbrechensbekämpfung, Biometrie: Die schöne neue Welt der neuen Überwachungstechnologien ist vielgestaltig. In kurzen Abständen gibt es immer wieder neue Vorstöße von PolitikerInnen, denen ein kurzer Aufschrei von DatenschützerInnen folgt. Was verbirgt sich hinter diesen Schlagwörtern? Welche Folgen haben neue und alte Überwachungsstrategien auf die informationelle Selbstbestimmung? Welche Menschen- und Gesellschaftsbilder stehen hinter diesen Strategien, welche Interessen und Politikkonzepte?

Gleichzeitig veröffentlichen wir in den zahlreichen sozialen Netzwerken des Internets echte und unechte Daten über uns und andere, geben Informationen preis oder kreiern Wunschabbilder unserer selbst. Macht uns das Internet zu gläsernen BürgerInnen, KonsumentInnen und ArbeitnehmerInnen oder schaffen wir gezielt Informationssphären?

Weiterdenken vertieft in seinen Projekten, Kooperationen und Veranstaltungen einzelne Aspekte und bietet die Möglichkeit für eine Auseinandersetzung mit Überwachung, Datensammlung und Freiheitsrechten aus einer kritischen, emanzipatorischen Perspektive. So soll ein Angebot entstehen, der die Teilnehmenden in die Lage versetzt, politische Kritik an die Öffentlichkeit zu bringen, neue fachliche Impulse zu setzen, und der das Wirken der einzelnen Akteure stärkt.

Veranstaltungen

Zwickau: Fr, 27.1.2012, 11:20 bis Fr, 10.2.2012, 15:00 Uhr
Eine deutsch-polnische Suche nach der Vergangenheit
Görlitz: Mo, 12.3.2012, 19:00 bis 21:00 Uhr
Jüdisches Leben in Deutschland 2012
Chemnitz: Di, 13.3.2012, 19:00 bis 21:00 Uhr

Publikationen

CITY CONTROL - Soundtrack für die überwachte Stadt

Auf Grundlage des Stadtrundgangs „Video- und andere Überwachung – Ein Stadtrundgang auf den Spuren unserer Daten“, den die Initiative "Leipziger Kamera" in unregelmäßigen Abständen und auf Anfrage seit Juni 2004 anbietet, wurde im Zuge des Radioprojektes „Raumpatrouillen – Erkundungen im Dataspace. Radio gegen Überwachung“ eine Audio-CD konzipiert und aufgenommen. mehr»
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