Vorurteile machen blind
Rechtsextreme Vorurteile und wie wir ihnen begegnen
Rechtsextreme Vorurteile und wie wir ihnen begegnen

Vorurteile eignen sich sehr gut dazu, scheinbare Wahrheiten auszusprechen, die niemand überprüft, weil so viele Menschen an sie glauben. Deshalb ist es ganz normal, dass wir Vorurteile haben. Wir übernehmen sie zusammen mit vielen anderen Wertvorstellungen und Selbstbildern der Gemeinschaft, der wir angehören.

Vorurteile machen blind. Sie hindern uns daran, Wahrheiten zu sehen und zu erkennen. Sie bauen auf unser Vertrauen in die Richtigkeit dessen, was wir lernen. Sie vermitteln Gewissheiten, die keine sind. Erst wenn sich jemand die Mühe macht, die Argumentationskette aufzudröseln und an der Realität zu überprüfen, kann diese Spirale durchbrochen werden.

Hier setzt unsere Ausstellung „Vorurteile machen blind- Rechtsextreme Vorurteile und wie wir ihnen begegnen“ an. Gezielt werden bspw. rassistische und antisemitische Vorurteile aufgegriffen, kontextualisiert und widerlegt. Inhaltlich beschäftigt sich die Ausstellung auf 22 Tafeln mit unterschiedlichen rechtsextremen Vorurteilen. 2007 wurde die Ausstellung um drei Tafeln erweitert, die aktuelle Argumentationsmuster der NPD aufgreifen.

Begleitend zur Ausstellung kann ein Workshop über weiterdenken gebucht werden. Ziel ist es, eine intensive und persönliche Auseinandersetzung mit den zentralen Themen der Ausstellung zu ermöglichen. Das Angebot richtet sich an MultiplikatorInnen und andere interessierte Gruppen aus dem jeweiligen Ausstellungsort. Angeleitet durch dialogorientierte Methoden und inhaltliche Beiträge der TrainerInnen des Workshops, werden eine kritische Analyse rechtsextremer Vorurteile und die Reflexion von Sichtweisen und Erfahrungen aus dem eigenen Lebensumfeld angeregt. Der Workshop bietet die Möglichkeit zu Vertiefung und Diskussion der Inhalte der Ausstellung und gibt Anregungen für die eigene Arbeit gegen rechtsextreme Vorurteilen.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Lesung mit der Dresdner Autorin und Journalistin Claudia Hempel zu organisieren. In ihrem Buch „Wenn Kinder rechtsextrem werden- Mütter erzählen“ schildert sie an eindrücklichen Fallbeispielen, wie und warum Kinder in die rechte Szene abgleiten und welchen Einfluss dies auf ihre Familien hat. Das Buch erzählt vom Ringen der Eltern um ihre Kinder und stellt mögliche Hilfsangebote vor.

Die 21 Tafeln der Ausstellung
 
 
Größe/Technische Hinweise: 21 Tafeln, 60 x 76 cm, leichte Platten, Tafeln sind mit Hängeösen bestückt.
Ein Ausstellungssystem (Holzrahmen, 72 x 180 cm) zur Hängung der Tafeln kann mit geliefert werden.

Kosten: Veranstalter müssten für Transport und Versicherung aufkommen. Eine Ausleihgebühr wird im Normalfall für gemeinnützige Träger nicht erhoben. Für die begleitenden Veranstaltungen können wir zum Teil Honorare und Reisekosten für die SeminarleiterInnen/ ReferentInnen übernehmen.

AutorInnen: Dirk Koslowski, Cynthia Schwab, Brigitte Moritz, Jens Hommel, Stefan Schönfelder, Anne Mehrer Suse Feustel, Peter Streubel

Rückfragen und Bestellung:
Weiterdenken- Heinrich Böll Stiftung Sachsen
Kathrin Bastet
fon 0351 - 49 43 482
eMail bastet[at]weiterdenken.de

Hier finden sie die Beschreibung der Ausstellung und der Angebote für ein gelingendes Begleitprogramm zum Download.
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