2003 und 2004 haben wir uns in diesem Schwerpunkt vor allem mit Fragen der frühkindlichen Bildung beschäftigt. Kinder in den Jahren vor der Schule werden in Deutschland nicht „unterfordert“, wohl aber oft unterschätzt in ihren Interessen und in ihren Fähigkeiten zu aktivem Wissensaufbau. Die in unseren Veranstaltungen gestellten Fragen und gemachten Vorschläge sind immer noch aktuell. Auf unserem Portal www.edusax.org finden Sie die Dokumentationen dieser Projekte, Hintergrundinformationen, Texte und Links zum Thema frühkindliche Bildung.
Neben unseren Projekten verweisen wir besonders auf die Arbeit und Empfehlungen der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung.
Daneben waren es in den vergangenen Jahren immer wieder verschiedene Fragen der Hochschulentwicklung, zu denen wir Tagungen und Gespräche organisierten.
Dabei interessieren uns nicht nur Fragen der Hochschulfinanzierung, die Integrationsleistungen von Hochschulen und die neuen Herausforderungen an die Hochschulen, als Innovationsmotor zu dienen und so die Grundlage für ökonomische Dynamik zu legen, sie sollen soziale Inklusion durch Zugänge zum Arbeitsmarkt herstellen, kritische Reflexion ermöglichen, als Zentren regionaler Entwicklung dienen und als Forschungseinrichtungen Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen finden.
Der so genannte Bologna-Prozess verändert Lehre und Lernen an den deutschen Hochschulen, die ersten Erkenntnis dazu liegen vor, so dass kritisch auf die bisherigen Entwicklungen und mögliche weitere Reformschritte geblickt werden kann.
Weiterdenken bietet auch Gelegenheit, über Richtung und Grenzen und ethische Fragen des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts zu diskutieren.
Kunst ist für Weiterdenken im doppelten Sinne ein Thema: Als Seismograph für gesellschaftliche Prozesse und als Partner in der politischen Bildung. So finden sich in unserem Programm immer wieder Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern, um politische Debatten anzuregen, zuzuspitzen oder zu spiegeln.
Gleichzeitig rückt die „Kulturindustrie“, jetzt oft verklärend und zeitgeistig "creative industries" genannt, als zusammengesetzter Branchenkomplex (Musik, Buch, Kunst, Film, Design, Software) in den Fokus von Wirtschaftsprozessen, Sozialplanung und Stadtmarketing. Der Hype um die kreativen Tätigkeiten, die Anerkennung ihrer ökonomischen Leistungen muss uns Anlass sein, immer wieder genaue Blicke auf ihre Organisations- und Arbeitsweisen zu werfen: Wie ist die soziale Lage von Alleinselbständigen? Was bedeutet Autorschaft im digitalen Zeitalter? Wo beginnt die Vereinnahmung der Kunst für ökonomische Prozesse und wieviel Regulierung und Unterstützung brauchen und ertragen künstlerische Prozesse? Hier ist Weiterdenken im Spiel.
Dresden: Fr, 19.3.2010, 20:00 bis 22:00 Uhr
