- Nicht erst seit der Verleihung des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften an Elinor Ostrom erleben die Gemeingüter eine Renaissance. Die gemeinschaftliche Verwaltung von Ressourcen macht Hoffnung auf ein besseres Wirtschaften. Der Gemeingüter-Report stellt die "Allmende" in leicht verständlicher Form vor. mehr»
Potentiale Ost – Die in diesem Band versammelten Beiträge zeigen Ostdeutschland als ein Labor für wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse, in dem wie in einem Brennglas die Herausforderungen erkennbar werden, vor denen mehr oder weniger alle europäischen Industrieländer stehen: die Bewältigung des industriellen und demografischen Wandels, die Stärkung regionaler Wirtschaftspotentiale in einer globalisierten Ökonomie, die Bewahrung des sozialen Zusammenhalts in Zeiten des Umbruchs, der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschafts und Gesellschaftsform. Die ostdeutsche Erfahrung ist reich an positiven wie negativen Beispielen, aus denen auch andere lernen können. mehr»
Zunächst wird deutlich, dass die jahrzehntelange Ignoranz gegenüber den Grenzen materieller Ressourcen ganze Branchen in den Strudel von Absatzeinbruch und Innovationsstau stürzen kann. Die Heinrich-Böll-Stiftungen arbeiten mit an einer ökologischen Wende in der Wirtschaft, die nur in einer Interaktion von Politik, Unternehmen, Wissenschaft, Verbrauchern und Öffentlichkeit gelingen kann. Sicher ist: Es braucht bindende politische Zielvorgaben ebenso wie die Innovations- und Investitionskraft der Unternehmen. In der Debatte um Klimawandel und nachhaltige Ressourcennutzung suchen viele Experten suchen nach einem Zusammenspiel von Markt und Politik, statt den Markt als Wurzel allen Übels zu kritisieren.
Gleichzeitig scheint die Finanzkrise das Verhältnis von Politik und Wirtschaft zu verändern. Fachleute und Öffentlichkeit erwarten wieder mehr von Staat und Politik und trauen der Politik auch wieder mehr zu: Die aktuellen Eingriffe reichen im Großen bis zur Verstaatlichung von Banken, aber auch Rückkauf von kommunalem Eigentum zur Rückgewinnung von städtischen Steuerungsinstrumenten ist im Gespräch. Weiterdenken beteiligt sich an diesen Diskussionen und stellen u.a. den Umgang mit Gemeingütern in den Fokus von Veranstaltungen und Veröffentlichungen.
Die politische Auseinandersetzung um Arbeit und Soziales war lange geprägt von der öffentlichen Deklaration vom Ende der Arbeit und vom Ende des Sozialstaats.
Richtig ist wohl, dass sich Formen von Arbeit erheblich ändern und sich deren Schwerpunkt von der industriellen Arbeit hin zu einer wissensbasierten Arbeit verschiebt. Die integrierende Kraft von Arbeit in unserer Gesellschaft bleibt dabei aber erhalten. Somit entstehen neue Aufgaben, Arbeit zu gestalten und gesellschaftlich notwendige Arbeit öffentlich zu organisieren. Richtig ist auch dass der alte Sozialstaat der Bundesrepublik den neuen Herausforderungen nicht gerecht wird. Prekarität, die sich aus diskontinuierlichen Erwerbsverläufen, aus Arbeitslosigkeit, befristeten, ungesicherten oder gering bezahlten Arbeitsverhältnissen ergibt, verliert den Charakter eines Provisoriums und wird für eine wachsende Gruppe von Menschen zum Dauerzustand.
Die Probleme der Bevölkerungsentwicklung überlagern sich mit dem grundlegenden Wandel der Ökonomie und Arbeitswelt hin zu einer Wissensgesellschaft: Allseits eingeforderte Flexibilität, Mobilität und Belastbarkeit eröffnen neue persönliche Chancen und fordern gleichzeitig bisherige Vorstellungen von eigener Lebensplanung und von sozialstaatlichen Aufgaben heraus.
Die Gerechtigkeitsfrage stellt sich neu, oft in ungewohnten Dimensionen - Generationengerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit, Teilhabegerechtigkeit.
Weiterdenken beteiligt sich an den Debatten um Formen von Arbeit, zukunftssichere soziale Absicherungen, die gestalterischen Spielräume von Staat und Kommunen und die Weiterentwicklung der Ideen und Realitäten von Gerechtigkeit.
Lommatzsch: Mo, 19.4.2010, 19:00 bis 21:00 Uhr
Oederan: Do, 22.4.2010, 19:00 bis 21:00 Uhr
Die in diesem Band versammelten Beiträge zeigen Ostdeutschland als ein Labor für wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformationsprozesse, in dem wie in einem Brennglas die Herausforderungen erkennbar werden, vor denen mehr oder weniger alle europäischen Industrieländer stehen: die Bewältigung des industriellen und demografischen Wandels, die Stärkung regionaler Wirtschaftspotentiale in einer globalisierten Ökonomie, die Bewahrung des sozialen Zusammenhalts in Zeiten des Umbruchs, der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschafts und Gesellschaftsform. Die ostdeutsche Erfahrung ist reich an positiven wie negativen Beispielen, aus denen auch andere lernen können. mehr»
Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter – Das Konzept der Gemeingüter bringt die Prinzipien von Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Transparenz und Demokratie mit Innovationsfreundlichkeit zusammen. Dieser Sammelband beleuchtet zahlreiche Aspekte der „Commons“: sauberes Trinkwasser, Erhalt der Vielfalt von Saatgut, freie Software und den freien Austausch von Wissen. mehr»



