ORTSBEGEHUNG – Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft

Im Rahmen des dreijährigen Modellprojekts werden durch die Erfahrungen aus Freiberg, Leipzig und Döbeln Bildungsbausteine für Recherchearbeiten mit Jugendlichen zu Shoah und Täterschaft in der lokalen Stadtgeschichte entwickelt. Die Recherchearbeiten fanden u.a. in Workshops, Stadtführungen und einer Gedenkstättenfahrt statt. Ziel ist es, historisches Wissen zu Shoah, Antisemitismus und NS-Täterschaft zu vermitteln, Quellenkompetenz zu erwerben und Meinungsbildungsprozesse zu fördern. Begleitet wurde das Modellprojekt durch Fachtagungen, Publikationen und einen wissenschaftlichen Beirat.  

 

Weitere Informationen zum Projektaufbau

Freiberg: Schuljahr 2012/13

Ortsbegehung in Freiberg

In Freiberg wurde das erste von insgesamt drei Projekten im Rahmen von ORTSBEGEHUNG - Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft realisiert. Wir erarbeiteten eine Ausstellung, luden die Zeitzeug_innen Helga Weissová-Hošková und Lisa Miková aus Prag ein und eröffneten die Gedenkwand "Ihnen".

Döbeln: Schuljahr 2013/14

Ortsbegehung in Döbeln

Die Kampagne „Spät. Aber nicht zu spät! Operation Last Chance II“ ist eine Initiative des Simon-Wiesenthal-Centers und verfolgt den Zweck, die noch lebenden und bisher nicht verurteilten NS-Kriegsverbrecher_innen mit Hilfe der Bevölkerung aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Im Projektverlauf von ORTSBEGEHUNG integrierten wir diese Kampagne in unsere Betrachtungen zur Verfolgung von Täterschaft in den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften.

Ortsbegehung: Fachbeiträge & Materialien

Modellprojekt Ortsbegehung

Das Projekt "ORTSBEGEHUNG - Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft" will mit Jugendlichen historisches Wissen erarbeiten, das kleine Handwerk des Stadthistorikers erlernen und darüber hinaus soll eine abschließende Ausstellung der Recherchen zum künstlerischen Gestalten anleiten und ästhetische Erkenntnisse erleb- und sichtbar machen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Massenverbrechen ist eine wichtige Voraussetzung für eine aktuelle Positionierung gegenüber Antisemitismus. Das Projekt ermöglicht es Jugendlichen, sich durch begleitete Recherchearbeiten in der lokalen Stadtgeschichte, mit diesen Fragen aktiv auseinander zu setzten und Diskussionen über das eigene Handeln in der Gegenwart anzustoßen.

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Kooperationspartner
Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Unterstützer_innen
ORTSBEGEHUNG -Stadtrecherchen zu Shoah und Täterschaft findet im Rahmen des Bundesprogrammes „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

Wissenschaftlicher Beirat
Boris Brokmeier, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten
Dr. Christoph Hamann, Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg
Gottfried Kößler, stellv. Direktor des Fritz Bauer Instituts, Pädagogik
Dr. Gunda Ulbricht, Hatikva e.V. Dresden

Kontakt

Kathrin Krahl
Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Schützengasse 18, 01067 Dresden
Tel: 0351 – 4943313
eMail: krahl@weiterdenken.de

Nora Bosse & Susann Karnapke
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
Dortustr. 52, 14467 Potsdam
Tel: 0331-20057815/16
eMail: bosse@boell-brandenburg.de