Gut beteiligt?

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Gut beteiligt?
Tagung zu Bürger*innenbeteiligung unter erschwerten Bedingungen

Der Verbund der Heinrich-Böll Stiftungen hat in den Jahren 2014/ 2015/ 2016 verstärkt zu Fragen der Weiterentwicklung repräsentativer Demokratie und von Bürger*innenbeteiligung gearbeitet. Zahlreiche Veranstaltungen wurden organisiert und dokumentiert, viele Fachbeiträge veröffentlicht. Näheres dazu ist hier zu finden.

Gemeinsam mit anderen Akteuren in diesem Feld, der Stiftung Mitarbeit, der Lokalen Agenda 21 für Dresden e.V., Triple Helix Dialog und der Heinrich-Böll-Stiftung (Bund) veranstalten wir deshalb am 26. Oktober 2016 in den Räumen des GebäudeEnsemble Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden einen Demokratiedialog unter dem Titel Gut Beteiligt? Bürger*innenbeteiligung unter erschwerten Bedingungen.
Die Tagung richtet sich in erster Linie an Menschen aus Verwaltungen und soll dazu motivieren Bürger*innenbeteiligung auch unter schwierigen Bedingungen fortzusetzen und weiter zu entwickeln.
Ziel ist es zu ermutigen, Beteiligungsprozesse in Sachsen effektiv zu verankern, diese qualitativ besser aufzustellen und weiter zu bilden. Dabei werden reale Planungsverfahren und praxisnahe Beispiele in den Blick genommen, die schwierigen Bedingungen der letzten Monate berücksichtigt und Erfahrungen von Außerhalb motivierend und qualifizierend einbezogen. 

Wir organisieren deshalb eine Tagung mit Diskussionen im Plenum, Fachgesprächen und Thementischen, an denen die Teilnehmenden sich über einzelne Vorhaben schnell, direkt und mit Vertreter*innen der Projekte informieren und austauschen können. In Fachgesprächen werden einzelne Fragen vertieft und Qualitätskriterien für gelingende Verfahren diskutiert.

Nach der Begrüßung und einem einführenden Gespräch über Ziele, Herausforderungen und Qualitätsmerkmale von Beteiligung sprechen wir in 4 Workshops mit Praktikerinnen und Praktikern über folgende Fragen:
Vom Masterplan zum Spielplatz.
Welche Verfahren passen zu welcher räumlichen Planungsebene? Bei welchen Themen ist Bürger*innenbeteiligung sinnvoll und bei welchen nicht? Wie ist Verhältnis formeller und informeller Verfahren? Wie werden Bürger*innen und relevante Interessengruppen aktiviert und interessiert?
Erfolg im Rathaus organisieren.
Welche Gruppen sollen beteiligt werden (Bürger, Verwaltungen, öffentliche Einrichtungen etc.)? Wie regelt man die Verantwortlichkeiten? (Aufbau der Strukturen, Beteiligungsrechte, Gremien, Entscheidungsstrukturen, Einbettung in politische Entscheidungsprozesse) Wie müssen die Verfahren ausgestattet sein? (Personal, Ausstattung, Fördermöglichkeiten & -programme)
Im Arbeiten lernen.
Interessenmanagement: Welche Interessen sind schon vorab bekannt und mit welchen Methoden kann damit umgegangen werden? Wie
soll/ kann mit unterschiedlichen Interessen und Interessenskonflikten umgegangen werden? Welche Methoden haben sich bewährt?
(Zeitmanagement, Projektstart & -ende, Verstetigung, Ergebnisverwertung)
Dialoge auf Augenhöhe.
Wie können gute Dialogkulturen etabliert werden? Wie wird Bereitschaft zum Zuhören und zu Kompromissen angeregt? Wie können vorhandene Dialogstrukturen in der Stadt/ am Planungsort genutzt werden? Erwartungsmanagement: Wie kann den Bürger*innen der Prozess und die Ergebnisverwertung verständlich und transparent vermittelt werden?

Nach dem Mittag kann an Thementischen zu einzelnen Projekte der direkte Austausch in kleinen Gruppen gesucht werden, parallel gibt es noch zwei Gesprächsrunden zur Methode der "Kollegialen Beratung" und zu "Kommunikation und Beteiligung unter erschwerten Bedingungen". Nach dem Kaffee ist Zeit für eine Runde zu Perspektiven und die Tagung klingt mit einem Come Together am Riemerschmid-Saal aus.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Anmeldung bitte im Kalendereintrag zur Tagung.

Hier finden Sie die aktuelle Übersicht der Referent*innen sowie das Programm.

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