Was zu tun ist - Für intersektionale Gerechtigkeit - 22. Januar 2020

Was zu tun ist - Für intersektionale Gerechtigkeit - 22. Januar 2020

Wie kann Gleichberechtigung für alle Menschen gedacht werden? Welche Wege müssen dazu gegangen werden? Jede Diskriminierungserfahrung ist unterschiedlich, jedoch gibt es Menschen, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind. Benachteiligung  kann nicht nur durch ein Merkmal entstehen, sondern aufgrund von mehreren Merkmalen, wie z. B. Geschlecht, Herkunft oder sozialer Status. Gleichstellungsbestrebungen, die diese Verhältnisse ignorieren, reproduzieren gar diese Ungleichheiten. Emilia Roig ist überzeugt, dass eine tiefgreifende Überwindung von Diskriminierung nur möglich ist, wenn diese sich überlagernden Diskriminierungsformen sichtbar gemacht werden. Das Konzept der Intersektionalität nimmt genau diese Perspektive ein. Intersektionales Denken will eine weitere Segmentierung der Gesellschaft verhindern und versucht blinde Flecke zu erkennen. In dieser Hinsicht nimmt es das große Ganze in den Blick  und strebt so eine Erweiterung des Gerechtigkeitsbegriffs an.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe WAS ZU TUN IST sprechen wir am 22. Januar 2020 ab 19 Uhr in Dresden (Kleines Haus, KH3, Glacisstraße 28) mit Dr. Emilia Roig über intersektionale Gerechtigkeit.

 

Dr. Emilia Roig ist Gründerin und Geschäftsführerin vom Center for Intersectional Justice (CIJ), welches das Ziel verfolgt, einen Paradigmenwechsel im Bereich Gleichstellungs- und Anti-Diskriminierungsarbeit in Deutschland und Europa durch eine intersektionale Perspektive voranzutreiben. Davor war sie als Projektleiterin im Dachverband der Migrantinnenorganisationen (DaMigra) tätig. Seit Sommer 2015 ist Emilia Roig Dozentin im Social Justice Study Abroad Programm der Chicago DePaul University.

 

Die Reihe WAS ZU TUN IST ist eine Kooperation zwischen den Professuren für Politische Theorie und Ideengeschichte und der für Didaktik der politischen Bildung an der TU Dresden, dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden, dem Staatsschauspiel und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. Studierende können sich die Veranstaltung durch einen Teilnahmeschein und eine Klausur für das Aqua-Modul anrechnen lassen.
 

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