Erinnerungskultur 2.0 - Erinnernde Kommunikation in digitalen Medien

Erinnerungskultur 2.0 - Erinnernde Kommunikation in digitalen Medien

 

Erinnerungskultur 2.0 - Erinnernde Kommunikation in digitalen Medien
Radio, Fernsehen, Internet – unser Leben wird scheinbar von Jahr zu Jahr medialer und digitaler. Laut Dr. Erik Meyer ist selbst die Vergangenheit längst medial beeinflusst. Digitale Medien prägen unsere Sicht auf Vergangenes, steuern und gestalten unsere Erinnerungen

und nehmen so indirekt Einfluss auf die tatsächlichen Geschehnisse. Doch wie sieht sie aus, die «Erinnerungskultur 2.0», in der wir heute leben? Erik Meyer verdeutlicht, wie digitale Medien nicht nur die Gegenwart gesellschaftlicher Kommunikation prägen,
sondern zunehmend auch das Verständnis der Vergangenheit bestimmen und neue Formen von Geschichtsvermittlung und Gedenken begründen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Charakterisierung von Anwendungen und Akteur_innen: Welche Formen der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglichen Online-Datenbanken und Plattformen zur Publikation nutzergenerierter Inhalte und Portale? Welche Auswirkungen haben mediale Formate auf die Darstellung historischer Ereignisse und die Erinnerung an Verfolgung, Krieg und Genozid? Wie unterscheiden sich in dieser Hinsicht digitale, interaktive Medien von Orten wie Archiv, Denkmal und Gedenkstätte, sowie historischen Darstellungen in Fernsehen, Film und Literatur? Weiter wirft er die Frage auf, wie sich bereits etablierte Anbieter_innen und Initiativen interessierter Laien angesichts der unüberschaubaren Anzahl von Angeboten positionieren und welche Anwendungen und Akteur_innen die durch kommunikationstechnologische Innovationen entstehende «Erinnerungskultur 2.0» prägen.

Dr. Erik Meyer, Journalist, Blogger
Moderation: Kathrin Krahl, Soziologin, Weiterdenken

 

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