Auf allen Schirmen - Politik in tweets und apps

Auf allen Schirmen - Politik in tweets und apps

 

Obama hat es vorgemacht, jetzt möchten es am liebsten alle deutschen Kandidaten nachmachen: Im Web werben und die Wahl online für sich entscheiden. Und tatsächlich, so scheint es, gewinnen virtuelle Wahlkampfaktivitäten zunehmend an Bedeutung. Viele Politikerinnen und Politiker twittern, haben eigene Facebook-Seiten und versuchen so, einen engen und scheinbar sehr persönlichen Kontakt zu ihren «Fans» und «Followern» herzustellen. Die Grünen in Berlin und Hamburg versuchten sich an ‚augmented-reality‘, um ihrer Wählerschaft zusätzliche Mitsprachemöglichkeiten zu eröffnen und sie von der Ernsthaftigkeit ihres Willens, sich für sie und ihre Belange einzusetzen, zu überzeugen. Nicht alle dieser Versuche sind erfolgreich. Wird das Netz wirklich zur Plattform von Kommunikation oder nur ein erweitertes Sprachrohr in eine Richtung? Inwieweit verbessern sich die Möglichkeiten von Wähler_innen, sich zu informieren und ihre Interessen deutlich zu machen? Wann ist Twittern politische Kommunikation und wann nur ein Zwitschern im Laberwald?

Und immer noch werden hierzulande Millionen in Wahlplakate, Werbespots und Kampagnen gesteckt. Verlieren die klassischen Methoden an Bedeutung oder werden sie ergänzt?

Peter Stawowy, Berater in Dresden für Politik- und Bildungskommunikation, Publizist, Blogger
Nicole Podschuweit, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik in Mainz (Johannes Gutenberg Universität)
Hier die Präsentation von Nicole Podschuweit zur Veranstaltung
Text: Hans Mathias Kepplinger und Nicole Podschuweit "Der Online-Wahlkampf der Parteien - Alternative oder Ergänzung?" (145 kB), mit freundlicher Genehmigung des OLZOG Verlags, München.

 

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