Veranstaltungen
Cultural Hacking - Politisches Handeln oder künstlerischer Spaß?
Zum Beispiel: The Yes Men
Cultural Hacking bedeutet, kulturelle Codierungen zu verfremden, sie zu recyceln, sie umzudefinieren. Hacker dringen in Systeme ein und verändern sie von innen heraus. Cultural Hacking ist politische Kommunikation, aber auch eine künstlerische Vorgehensweise, die durchaus provoziert. Die Yes Men betreiben Kommunikationsguerilla. Sie haben zum Beispiel die Website der WTO und eine Ausgabe der New York Times gefälscht und mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele karikiert. Sie selbst bezeichnen diese Aktionen als «Identitätskorrekturen» («identity correction»). Inwiefern ist Cultural Hacking politisch - und ist das demokratisch? Ist Cultural Hacking wirklich die Königsdisziplin, um politisch etwas erreichen zu können, obwohl nur einige wenige sich der Mechanismen der Massenmedien so geschickt bedienen? Behindert oder fördert Cultural Hacking eine tiefgründige Diskussion und breite Meinungsbildung? Dürfen die das überhaupt?
Nach einer Vorstellung der Vorgehensweise der Yes Men soll dies mit dem Publikum und mit einem der Yes Men, der via Skype aus New York zugeschaltet wird, diskutiert werden. (Gespräch in englischer Sprache/ Flüstergruppenübersetzung)
Prof. Anja Besand, Institut für Politikwissenschaften TU Dresden und
Jun.-Prof. Sara Burkhardt, Institut für
Kunst und Musikwissenschaft TU Dresden im Gespräch mit
Mike Bonanno, The Yes-Man, New York
(The Yes Men: Die zwei führenden Mitglieder der Yes Men, Andy Bichlbaum und Mike Bonanno leiten das «Yes Lab» und produzieren Bücher und Filme über ihre Interventionen.)
Nach einer Vorstellung der Vorgehensweise der Yes Men soll dies mit dem Publikum und mit einem der Yes Men, der via Skype aus New York zugeschaltet wird, diskutiert werden. (Gespräch in englischer Sprache/ Flüstergruppenübersetzung)
Prof. Anja Besand, Institut für Politikwissenschaften TU Dresden und
Jun.-Prof. Sara Burkhardt, Institut für
Kunst und Musikwissenschaft TU Dresden im Gespräch mit
Mike Bonanno, The Yes-Man, New York
(The Yes Men: Die zwei führenden Mitglieder der Yes Men, Andy Bichlbaum und Mike Bonanno leiten das «Yes Lab» und produzieren Bücher und Filme über ihre Interventionen.)
Zur Reihe:
Politische Kommunikation verändert sich. Probleme und Fragestellungen werden komplexer, Ansprüche an Transparenz und Beteiligung steigen und neue Formen von Öffentlichkeit entstehen. In der Vorlesungsreihe wollen wir also versuchen, die neuen Entwicklungen zu beschreiben und die Veränderungen von politischer Meinungsbildung und Entscheidung hinter den Formen suchen. Ziehen sich Bürger_innen aus den politischen in private Räume zurück oder verändern sich die Begriffe des Politischen? Machen Leaks und Plags Politik transparenter und bunte Bilder Politik verständlicher? Können Politiker_innen facebook? Was können Proteststrategien wie ‚cultural hacking‘ im Internet eigentlich bewirken? Gäbe es den arabischen Frühling ohne Twitter? Und was versteht man unter voter generated content? Wie verhandelt Theater gesellschaftliche Fragen? Wo ist beim Lobbyismus die Grenze zwischen notwendiger Interessensvertretung und rücksichtsloser Einflussnahme? Sind Graffiti politische Äußerungen?
Blog zur Reihe
Die Reihe ist öffentlich und kostenlos, lediglich für die Theateraufführung im Rahmen der Reihe am 16. November erheben wir von den Teilnehmenden unserer Reihe einen Beitrag von 3 Euro pro Person. Eine Anmeldung für die Reihe ist nicht nötig.
Studierende der TU Dresden können Leistungsnachweise erwerben. Regelmäßige Teilnahme und Klausur: 3 Credits, nur regelmäßige Teilnahme: 1 Credit (Aqua-Bereich).
Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden und den Lehrstühlen für Didaktik der politischen Bildung und Kommunikation I an der TU Dresden statt.
| Download | Programmflyer |
| Veranstalter | Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen |
| Veranstaltungs- ort |
Scheune e.V.
Raum: Saal 01099 Dresden, Alaunstraße 36-40 Lageplan |
